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CBRE: Mehr Groß-Transaktionen

Immobilieninvestmentmarkt auf stabilem Niveau

Autor: Charles Steiner

Nach dem sehr guten Jahr 2014 ist der Immobilieninvestmentmarkt in Österreich stabil. Das konstatiert der Gewerbeimmobilienanbieter CBRE bei einer Pressekonferenz. Obgleich im ersten Halbjahr 2015 mit 920 Millionen Euro ein Rückfall gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,33 Milliarden Euro) zu verbuchen war, rechnet man bis Ende dieses Jahres mit einer ähnlichen Summe wie 2014. Den Grund dafür sieht Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE, in mehreren großvolumigen Transaktionen, die heuer noch abgewickelt werden. Generell seien großvolumige Transaktionen im Trend. Am beliebtesten waren Büroimmobilien (41,8 Prozent der Investitionen), Einzelhandelsimmobilien (20,6 Prozent), Wohnobjekte (17,4 Prozent) und Hotels (15,5 Prozent). Besonders hoch seien unter den ausländischen Investoren Deutsche, die 49 Prozent der Investoren in Österreich stellen und damit stärker am Markt dominant sind als inländische Investoren (42 Prozent).

Stabil ist in Wien auch der Büromarkt, wobei große Immobilien-Transaktionen erst 2017 zu erwarten sind, wenn mehrere Projekte (etwa der ORBI-Tower) fertiggestellt werden. „Die Nachfrage ist vorhanden, größere Anmietungen müssen aber aufgrund des geringen Angebots verschoben werden“, so Felix Zekely, Head of Agency & GCS. Im Büromarkt machen Flächen unter 1000 m² den Löwenanteil bei den Investments aus. Im ersten Halbjahr wurden 100.000 m² an Büroflächen vermietet - bis zum Ende des Jahres rechnet man mit 250.000 m².

Im Retailmarkt dominieren Fashion- und Gastronomiekonzepte. Allerdings ist der Markt von einer gewissen Unsicherheit geprägt, die dazu führt, dass Einzelhändler versuchen, das Risiko an die Eigentümer abzuwälzen.

Der CEE-Markt hat dafür laut Andreas Ridder, CEO bei CBRE, gegenüber 2014 rund 9 Prozent eingebüßt. Man rechnet im zweiten Halbjahr mit einer Besserung der Situation, nachdem größere Angebote in der Pipeline seien.