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CEE mit praller Büro-Pipeline

In Bukarest wird entwickelt wie nirgendwo sonst

Autor: Charles Steiner

Während in Wien heuer das Fertigstellungsvolumen bei Büroflächen verhalten ist, findet in den CEE-Staaten gerade ein ziemlicher Drive statt. Nach aktuellen Zahlen des Immo-Dienstleisters CBRE weise man in den Städten der CEE-Region heuer ein Fertigstellungsvolumen von knapp einer Million m² auf. Für das kommende Jahr und 2021 dürfte die Millionen-Marke sogar deutlich überschritten werden. Bukarest habe dabei die größten Fertigstellungsraten zu verzeichnen, heuer kamen um 130 Prozent mehr Büroflächen auf den Markt als im Jahr davor. In Prag waren es immerhin 50 Prozent. Und das obwohl die ambitionierten Pläne für heuer nicht immer eingehalten werden konnten und auf die kommenden zwei Jahre verschoben werden mussten.

Andreas Ridder, Managing Director CBRE Austria und CEE, sieht vor allem in Bukarest starkes Flächenwachstum: "In Bukarest liegt der Anteil geplanter Flächen am Gesamtvolumen bei 20 Prozent, das ist der größte Anteil in der gesamten Region. Zum Vergleich: in Wien sind es deutlich unter fünf Prozent." Trotz der hohen Fertigstellungsraten in der CEE-Region würden die neuen Flächen rasch verwertet werden, die durchschnittliche Leerstandsrate habe in den vergangenen fünf Jahren von rund 14 Prozent auf ca. 7,3 Prozent gesenkt werden können, so Ridder weiter. In Prag liege die Leerstandsquote überdies mit 4,5 Prozent bereits unter jener Wiens. Das befeuert auch die Transaktionsaktivitäten. In den Märkten Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und Slowakei seien im ersten Halbjahr 2019 bereits rund drei Milliarden Euro in Büroimmobilien investiert worden. "In allen Städten der CEE Region gerieten die Renditen weiter unter Druck. Während die Spitzenrendite in Wien bei 3,5 Prozent liegt, hat diese auch in Prag - 4,25 Prozent - und Warschau - 4,5 Prozent - nachgegeben und wird noch weiter nachgeben", prognostiziert Ridder.