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China zum Tag: Langsamerer Boom

Preise für Wohneigentum in China steigen etwas langsamer

Autor: Gerhard Rodler

Erstmals seit mehr als einem Jahr hat sich der Anstieg der Preise für Wohnimmobilien in China abgekühlt. Sie kletterten im Jänner in den 70 wichtigsten Städten um durchschnittlich 9,6 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt in Peking mit. Im Dezember hatte es noch ein Plus von 9,9 Prozent gegeben.

„Dazu hat eine Reihe staatlicher Maßnahmen beigetragen“, sagte Statistiker Liu Jianwei. Aus Angst vor einer Immobilienblase hat die Regierung beispielsweise angeordnet, mehr preiswerten Wohnraum anzubieten. Kredite sind zudem schwerer erhältlich.

Die Preise in der Hauptstadt Peking zogen um 1,7 Prozent an, nachdem im Dezember noch ein Plus von 16 Prozent zu Buche gestanden hatte. In Shanghai verringerte sich der Anstieg von 18,2 auf 17,5 Prozent. In den Metropolen ist die Nachfrage nach Immobilien besonders stark.

Experten geben deshalb noch keine Entwarnung. „Die Immobilienpreise steigen in vielen Städten immer noch“, sagte Hong Hao, Chefstratege bei der Hongkonger Bank of Communication International. „Und das ist kein gutes Zeichen.“