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Chinas Immomarkt bremst sich ein

Preisanstiege verflachen sich wieder etwas

Autor: Gerhard Rodler

Chinas Kampf gegen eine drohende Preisblase am Immobilienmarkt zeigt laut Studien erste Wirkung. Im November mussten Käufer für Neubauten in knapp 290 großen Städten der Volksrepublik zwar 0,77 Prozent mehr hinblättern als einen Monat zuvor. Im Oktober betrug das Plus aber noch 0,83 Prozent.

Auch im Jahresvergleich war der Zuwachs schwächer als im Monat davor. Nach Berechnungen des privaten China Real Estate Index Systems stiegen die Preise in 100 Großstädten im November im Vergleich zum Vormonat sogar so wenig wie noch nie in diesem Jahr.

Noch im Oktober waren Chinas Immobilienpreise offiziellen Statistiken zufolge so stark in die Höhe geschnellt wie seit Jahren nicht mehr. Teilweise werden schon soziale Unruhen befürchtet, weil sich immer weniger Chinesen Wohnungen in den Städten leisten können.

Die Regierung steuert dagegen, aber bisher fruchteten Maßnahmen der Behörden wenig, den Markt unter Kontrolle zu bringen. Im November beschloss die kommunistische Führung in Peking, die seit langem erwartete Immobiliensteuer voranzutreiben. Viele örtliche Behörden erhöhten zudem die Mindestanzahlung für Hauskredite und stellten mehr Bauland in Aussicht.