immoflash

Conwert-Übernahme scheint gefloppt

Deutsche Wohnen schließt höheres Übernahmeangebot aus

Autor: Gerhard Rodler

Die Deutsche Wohnen hat ein höheres Übernahmeangebot für die österreichische Konkurrentin conwert erneut ausgeschlossen. „Es hat viele Spekulationen und Gerüchte über unser Angebot gegeben. Es gibt keinen Spielraum für einen höheren Preis“, sagte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn.

Auch bei den conwert-Eigentümern sind die Fronten zwischenzeitig verhärtet. „Zum Angebotspreis hält der Verwaltungsrat darin fest, dass bereits der stand-alone Unternehmenswert je conwert-Aktie, das heißt der Unternehmenswert ohne Berücksichtigung von Synergien, über dem von der Bieterin gebotenen Angebotspreis liegt. Der Verwaltungsrat kommt daher hinsichtlich des angebotenen Preises zum Schluss, dass dieser nicht angemessen ist. Dies wird auch durch eine entsprechende Inadequacy Opinion von J.P. Morgan unterstützt“, so die Stellungnahme der conwert am Wochenende.

Der Konzern bietet noch bis zum 15. April 11,50 Euro je conwert-Aktie. Das rund 1,2 Mrd. Euro schwere Angebot will Zahn mit einer Brückenfinanzierung im Volumen bis zu 900 Mio. Euro stemmen, die später mit einer Kapitalerhöhung abgelöst werden soll. Welches Volumen die für 2015 geplante Kapitalspritze haben könne, sei jedoch wegen möglicher weiterer Zukäufe noch nicht absehbar. Deutsche Wohnen habe derzeit eine Reihe von Unternehmen im Visier.