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conwert: Wieder bereit zu Ankäufen

Rekordergebnis bei Halbjahresbilanz. FFO 1 um 53 Prozent gestiegen.

Autor: Charles Steiner

Mit einem Rekordergebnis schloss die conwert das erste Halbjahr 2016 ab, dessen Bilanzen am Mittwochvormittag im Schwarzen Kameel in Wien präsentiert wurden. So ist der FFO 1 (Funds from Operations vor Verkauf und Einmaleffekten), für conwert die wichtigste Kennzahl, gegenüber dem Vorjahr um 52,6 Prozent auf 39,3 Millionen Euro gestiegen. Das Konzernergebnis konnte sogar mit 74,9 Millionen Euro verdreifacht werden, die Umsatzerlöse stiegen um 26 Prozent auf 264,3 Millionen Euro, wie CEO Wolfgang Beck vor Journalisten erklärte. „Das ist das beste Ergebnis der Firmengeschichte.“ Auch der Verschuldungsgrad konnte auf 44,6 Prozent (51 Prozent zum Ende des Vorjahres) gesenkt werden. Für das Gesamtjahr habe man sich daher entschlossen, die FFO 1 Guidance auf 75 Millionen Euro zu erhöhen.

Dieses Ergebnis führte Beck vor allem auf die „konsequente Umsetzung der Konzernstrategie“ zurück. Beck: „Wir kommen bei der Portfolio-, Struktur- und Kostenoptimierung gut voran. Wir verfügen nun über eine starke Basis, um neben weiteren Optimierungsmaßnahmen auch wieder verstärkt auf der Käuferseite aufzutreten.“ So wurden bereits Wohnobjekte in Düsseldorf, Dortmund, Essen, Halle, Leipzig und Magdeburg akquiriert.

154 Millionen Euro konnte aus den Verkäufen im Halbjahr lukriert werden. Zwischen 300 Millionen Euro bis 350 Millionen Euro sollen es am Ende des Jahres sein.

Zur Kaufoption von Adler Real Estate über das Portfolio von Petrus Advisers mit über sechs Prozent der Aktien (immoflash berichtete) sagte Beck, dass sich bei den Stimmverhältnissen trotz des Überschreitens der Sperrminorität wenig ändern wird. „Wir haben stets eine hohe Besucherquote bei den Hauptversammlungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Adler zumindest eine einfache Mehrheit zusammenbekommt, ist gering.“ Zum Verhältnis sagte er, dass man Adler genauso behandelt, wie andere Investoren auch. Weitere Aktienankäufe vonseiten Adler (in Deutschland Konkurrent der conwert) hält man aufgrund des Verschuldungsgrads und deren Konzernergebnisse ebenfalls für unwahrscheinlich.