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Corestate erholt sich im 3. Quartal

Nach deutlich schlechteren Zahlen im 1. HJ

Autor: Stefan Posch

Der Frankfurter Investment-Manager Corestate hat nach Rückschlägen durch COVID-19 im zweiten Quartal nun wieder Fahrt aufgenommen hat, wie die kürzlich veröffentlichten Zahlen des dritten Quartals zeigen. Die Real Estate Assets under Management ist nun seit Jahresbeginn um 4,1 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro gestiegen. Das verwaltete Fondsvermögen, das auch Nicht-Immobilien-Assets umfasst, lag am 30. September 2020 bei 28,4 25,2 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2020 (142,7 Millionen Euro) liegt aber noch weiterhin unter dem vom Vorjahr (185,6 Millionen Euro), genauso wie das EBITDA von 46,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitrum: 100,1 Millionen Euro) und das Konzernergebnis (4,4 Millionen Euro, Vorjahreszeitraum: 51,3 Millionen Euro).

Die Nettofinanzverschuldung wurde aber im dritten Quartal deutlich auf 449 Millionen Euro gesenkt (Ende Juni 2020: 530 Millionen Euro).

Helvetic Financial Services (HFS), die Mezzanine-Finanzierungstochter, blickt auf ein solides Fondsjahr 2019/2020 zurück (Fondsjahresende am 31. Oktober). Trotz Pandemie hätten die HFS-Finanzierungsfonds ihre Stellung ausbauen können und würden stabile Renditen für die Investoren liefern, so der Konzern. Zu den Erfolgsfaktoren, die sich als wichtig gerade in Krisenzeiten erweisen, zählt Corestate die breite Streuung über weit mehr als 50 Einzelinvestments, der klare Fokus auf attraktive Wohnbauprojekte in Metropolregionen sowie ein professionelles und aktives Fondsmanagement. Hinzu komme, dass Banken und andere Marktteilnehmer sich aktuell mit Neuengagements im Mezzanine-Bereich für Immobilien zurückhalten würden, was die Marktposition und Wachstumsaussichten der HFS mit ihrem derzeitigen Fondsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro sehr begünstigen würde. Entsprechend liegt die Pipeline an potenziellen neuen Projekten auf einem Rekordniveau.

„Uns hat die Krise im ersten Halbjahr deutlich getroffen und unseren bereits zuvor eingeleiteten Entwicklungsprozess hin zu mehr Core und Core+-Transaktionen beschleunigt. Wir konnten im Zuge dessen unser Kerngeschäft, das Real Estate Investment Management, im dritten Quartal weiter ausbauen“, kommentiert Lars Schnidrig, CEO der Corestate, die Zahlen. Gleichzeitig habe man durch erfolgreiche Platzierung neuer Aktien deutlichen Fortschritt bei der Senkung der Nettofinanzverschuldung erzielt.