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Bauwirtschaft erholt sich schnell

Immer mehr Baustellen ohne Einschränkungen

Autor: Charles Steiner

Während durch die Corona-Pandemie da und dort wieder Lockdowns verhängt werden, weist die Bauwirtschaft erneut starke Erholungstendenzen auf. Der Grund: Man hat früh reagiert und neue Konzepte erstellt, um das Bauen trotz der unübersichtlichen Lage und Krankheitsfällen zu gewährleisten. Laut dem vierten Corona-Immobilien-Index in diesem Herbst zeigt in Kalenderwoche 49 trotz einer steigenden Anzahl von Baustellen mit Corona-Fällen eine weitere Stabilisierung des Baustellenbetriebs an. Mit 37,16 Grad (Vorwoche 37,17 Grad) geht die Temperatur nochmals leicht zurück.

So sei Kalenderwoche 49 ein Anstieg der Baustellen mit aktiven Corona-Fällen von 14 auf 23 Prozent zu verzeichnen gewesen. Nichtsdestotrotz laufen 50 Prozent der Baustellen ohne Einschränkungen. In der Vorwoche traf dies nur auf ein Drittel der Baustellen zu. Die Materialversorgung und die Personalsituation erweisen sich weiterhin als stabil. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und deren Folgen für Projektentwicklungen und Bauprojekte gibt die überwiegende Mehrheit der Befragten (87 Prozent) an, ihre Einstellung gegenüber dem Risikomanagement innerhalb der Branche habe sich verändert. Auf die Frage, ob das Risikomanagement anlässlich der in der Corona-Pandemie erlangten Erkenntnisse neugestaltet werden sollte, antworten 75 Prozent, es müsse in Zukunft einen agileren und transparenteren Umgang mit Risiken geben.

Moritz Koppe, Geschäftsführer emproc SYS und Initiator des Corona-Immobilien-Index: "Die Bau- und Immobilienwirtschaft hat erfolgreich neue Konzepte entwickelt, um die durch die Pandemie ausgelösten Problemstellungen zu bewältigen. Coronabedingte Personalausfälle konnten kompensiert und somit eine weitere Normalisierung des Baustellenbetriebs erreicht werden."

Stefan Stenzel, Associate Director bei Cushman & Wakefield und Initiator des Corona-Immobilien-Index: "In der Branche zeichnen sich während der zweiten Corona-Welle deutliche Lerneffekte ab. Diese Lernbereitschaft schlägt sich auch in der Neubewertung des Risikomanagements nieder. Die Mehrheit der Marktteilnehmer hat erkannt, dass das Risikomanagement im Bereich der Projektentwicklungen neue Wege gehen muss, um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können."