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Corona-Index wird zur Langzeitstudie

Auswirkungen noch länger spürbar

Autor: Charles Steiner

Auch wenn sich die Situation auf den Baustellen mittlerweile beruhigt hat, die meisten Corona-bedingten Bauverzögerungen aufgeholt werden können und sich die Immobilienwirtschaft bislang als krisenresistent erwiesen hat - so wirklich einschätzen kann den wirtschaftlichen Schock durch den Lockdown niemand. Daher vermag auch niemand, das Ende der Corona-Krise auszurufen, denn Marktexperten sind sich einig, dass sich die negativen Marktimpulse phasenverschoben auch auf die Immobilienbranche auswirken wird. Aus diesem Grund wird der Corona-Immobilien-Index künftig als Langzeitprojekt mit monatlichen Reports erhoben und soll, neben Aspekten wie Personalsituation und Materialversorgung, künftig auch die Auswirkungen der Pandemie auf das Investorenverhalten abbilden.

Moritz Koppe, Geschäftsführer emproc SYS und Initiator des Corona-Immobilien-Index: „Der Corona-Immobilien-Index in seiner ursprünglichen Form war das passende Tool, um in der heißen Corona-Anfangsphase sehr aktuell die Auswirkungen zu messen. Nun beobachten wir, dass die Anfangsschwierigkeiten gemeistert wurden. Die Immobilienwirtschaft hat sich arrangiert, daher verschieben wir den Fokus nun auf die langfristigen Auswirkungen der Coronakrise.“ Für Stefan Stenzel, Associate Director bei Cushman & Wakefield und ebenfalls Initiator des Corona-Immobilien-Index, hat der Index sehr präzise die Phasen der Krise abgebildet, nun wolle man die Langzeitauswirkungen messen: „Viele der Akteure haben besonnen und kreativ reagiert. Nun ist es an der Zeit, wie bei einem guten Monitoring, die Frequenz anzupassen, aber die Entwicklung am Markt keinesfalls aus den Augen zu verlieren. Dazu ist die Lage immer noch zu fragil.“