immoflash

Corona belastet Porr-Ergebnis

Weniger Produktionsleistung aber gut Auftragslage

Autor: Stefan Posch

Die anhaltende Corona-Pandemie belastete sowohl die Produktionsleistung als auch das Ergebnis vor Steuern der Porr. Der Leistungsrückgang (-9 Prozent) war durch das Auslaufen von Großprojekten, Folgeeffekten aus dem Shutdown von Baustellen, Reisebeschränkungen sowie Covid-19-Auflagen bedingt.

Die Umsatzerlöse gingen um 5,1 Prozent auf 2.071,2 Millionen Euro zurück, was auf einen geringeren Anteil von Argen und Projekten in Joint Ventures zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Steuern sank - vor allem bedingt durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie - von Plus 8,2 Millionen Euro im Halbjahr 2019 auf Minus 26,6 Millionen . Euro, so das Unternehmen. Der Auftragsbestand konnte aber auf auf ein Rekord von 7,6 Milliarden Euro ausgebaut werden. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2020 belief sich auf 2, 812 Milliarden und blieb trotz eines Rückgangs von 6,2 Prozent auf einem hohen Niveau.

„Im zweiten Quartal 2020 haben uns die Auswirkungen der Corona-Krise getroffen - sichtbar im Rückgang der Produktionsleistung und des Ergebnisses. Sehr positiv ist der All-Time-High-Auftragsbestand, der uns eine solide Basis gibt. Damit werden wir die gestartete Transformation Porr 2025 beschleunigen, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern“, so Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr.

Welche Auswirkungen diese bisher einmalige Ausnahmesituation auf das Wachstum der betroffenen Volkswirtschaften und damit auf die Bautätigkeit haben wird, sei noch nicht absehbar. Auf Basis der dargestellten Annahmen geht der Vorstand davon aus, dass die Produktionsleistung auf Jahressicht 2020 leicht über der 5-Milliarden-Euro-Grenze liegen wird. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung, sei eine Bewertung und Anpassung der Ergebnisziele 2020 zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.