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Wegen Corona gutes Zinshausjahr erwartet

Nachfrage immer noch höher als Angebot

Autor: Charles Steiner

Die Corona-Pandemie und der damit zusammenhängende Lockdown hat sich auch auf den Wiener Zinshausmarkt ausgewirkt. Allerdings nicht an der Preisfront, die Preise steigen weiterhin. Allerdings ist die Anzahl an Transaktionen zurückgegangen, so eine Analyse von Plenus Immobilien, die heute Vormittag veröffentlicht wurde. Denn trotz massiver Nachfrage konnten die Umsätze der vergangenen beiden Vorjahre im ersten Halbjahr nicht erreicht werden. Demnach seien im ersten Halbjahr 95 Zinshäuser im Gesamtwert von 378 Millionen Euro verbüchert worden. Davon 32 Prozent innerhalb des Gürtels. Thomas Gruber, Geschäftsführer von Plenus Immobilien: „Das Virus und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft, sowie eine mögliche Inflation haben das Angebot an Zinshäusern, die zum Verkauf stehen, verknappt. Die Nachfrage war wesentlich höher als das Angebot.“ Gerade die Zeit des Lockdowns habe die Anzahl der Transaktionen pro Monat massiv abgenommen. So seien im April nur acht Verkäufe abgewickelt worden. Im Mai seien es dann 20 Abschlüsse gewesen, im Juni konnte der Durchschnitt der Vor-Corona-Zeit erreicht werden. Gruber rechnet zudem damit, dass jetzt wieder mehr Zinshäuser auf den Markt kommen dürften: „Die Entwicklungen der letzten Monate haben viele Zinshausbesitzer dazu veranlasst, ihre Lebensplanung mit unterschiedlichen Motiven und Empfindungen zu überdenken: Die Absicherung des eigenen Unternehmens, Wohnen in grüner Umgebung auch in “Lockdown„ Zeiten, sowie die aktuell erzielbaren hohen Verkaufspreise sind vermehrt Motivation, ein Zinshaus in neue Hände zu geben. Daher gibt es sehr gute Chancen, dass das herausfordernde Jahr 2020 erneut ein sehr gutes Jahr für den Wiener Zinshausmarkt wird.“ Das teuerste Zinshaus wurde lt. Grundbuch im Mai um 40,6 Millionen Euro in der Mariahilferstraße in 1060 Wien verkauft; das billigste Zinshaus mit 626.000 Euro in 1160 Wien, ebenfalls im Mai. Somit sei es in jeder Preisklasse zu Transaktionen gekommen. Im Durchschnitt bekam man ein Zinshaus in den inneren Bezirken 2-9 um rund 5 Millionen Euro; um fast 50 Prozent günstiger wurde in den äußeren Bezirken verkauft: hier lag der Durchschnitt bei 2,3 Millionen Euro