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Homeoffice zentrales Wohnthema

Corona verändert Arbeitswelt nachhaltig:

Autor: Gerhard Rodler

Die Corona-Krise beeinflusst auch die Wohnbedürfnisse der Österreicherinnen und Österreicher. In kleinen Immobilien fehlt es an Platz für Homeoffice und Workout, Städter überlegen vermehrt aufs Land zu ziehen, und drei Viertel wünschen sich eine Fortsetzung der Homeoffice-Tätigkeit auch nach der Krise. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Raiffeisen Immobilien (RIV).

Auch während der Corona-Krise zeigt sich laut Umfrage die Mehrheit der heimischen Bevölkerung mit der Größe ihres Wohnraumes zufrieden. Nur 8 Prozent sind demnach unzufriedener als vor der Krise. Deutlich auf die Wohnzufriedenheit drückt die Krise jedoch bei Bewohnern kleiner Einheiten mit bis zu 60 m² Wohnfläche: Hier ist jeder Fünfte unzufriedener als vor der Pandemie. Die Unzufriedenen klagen vor allem über zu wenig Platz (33 Prozent) und geben an, dass ihnen häufig „die Decke auf den Kopf fällt“ (34 Prozent). Wenig verwunderlich daher, dass sich von dieser Bevölkerungsgruppe rund ein Drittel eine neue Immobilie wünscht.

Laut Umfrage arbeiten derzeit 45 Prozent der berufstätigen Österreicherinnen und Österreicher aufgrund der Krise im Homeoffice. 28 Prozent hatten Schwierigkeiten für diese Tätigkeit zu Hause Platz zu schaffen. In kleineren Immobilien bis 60 m² Wohnfläche gab es erwartungsgemäß häufiger Platzprobleme (42 Prozent). Dennoch: Fast drei Viertel (74 Prozent) derer, die im Homeoffice arbeiten wünscht sich das auch für die Zeit nach Corona. Nikolaus Lallitsch: „Sollte dieser Wunsch von den Arbeitgebern aufgegriffen werden, könnte dies mittel- bis langfristig zu einer Verkleinerung von Büroimmobilien sowie neuen Anforderungen im Wohnbau führen. Flexiblere Grundrisse werden dann noch gefragter sein.“

Lediglich in der Altersgruppe der 30 bis 40-Jährigen ist die Begeisterung für das Arbeiten zuhause mit 65 Prozent etwas geringer. Das dürfte daran liegen dass in dieser Altersgruppe Kleinkinder im Haushalt leben, deren Betreuung mit Homeoffice meist schwer vereinbar ist. 70 Prozent der Befragten waren während der Krise sportlich und haben in den eigenen vier Wänden Gymnastik, Workouts oder ähnliches durchgeführt, jeder Vierte davon häufig. Raum dafür scheint auch in der kleinsten Hütte zu sein: Nur 12 Prozent gaben an dass sie bei „Home Sports“ Platzprobleme hatten.

Drei Viertel der Österreicher sind der Meinung, dass es während der Krise besser ist, in einem ländlichen Gebiet zu leben. Diese Bewertung verläuft analog zur Größe des eigenen Wohnortes. So sind in Orten bis zu 5.000 Einwohnern 93 Prozent von den Vorteilen der ländlichen Region überzeugt, in der Großstadt Wien nur 55 Prozent - aber immer noch eine Mehrheit. 33 Prozent jener Städter, die das Landleben in der Krise für vorteilhafter halten, überlegen folglich aufs Land zu ziehen, neun Prozent haben bereits ganz konkrete Pläne dafür.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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