Immobilien Magazin

Das andere China

In Chinas Wirtschaftsmetropolen laufen die Immobilienmärkte heiß. Doch China besteht nicht nur aus Shanghai, Peking und Co. In vielen Regionen im Reich der Mitte sind die Immobilienpreise stark im Sinken.

Autor: Stefan Posch

Hegang ist eine Millionenstadt in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang. Die Stadt ist eine gutes Beispiel für das andere China, bei dem nicht der Immobilienmarkt bis zum äußersten erhitzt ist und Millionenbeträge für Wohneinheiten verlangt werden. Im Gegenteil: Laut der Newsplattform Pandaily werden in Hegang Wohneinheiten mit einem Preisnachlass von 50 Prozent verkauft. Die Preise für eine Wohneinheit beginnen dabei bei unter 3.000 Dollar.

Der Hauptgrund für die Implosion des Immobilienmarktes in Hegang ist ein Phänomen, dass in vielen Provinzstädten Chinas zu beobachten ist. Immer mehr Menschen verlassen die kleineren Ballungsräume und ziehen in die Wirtschaftsmetropolen, wie Shanghai, Peking oder Hongkong. Der Migrationstrend in China ist nicht mit einer herkömmlichen Landflucht zu vergleichen. Vielmehr ist China von einer Kettenmigration betroffen, bei der jeder versucht in der nächstgrößere Stadt den nächsten Schritt zu machen. So bewegen sich die Migrationsströme vor allem zwischen den Städten. Besonders junge und gut ausgebildete Menschen zieht es in die Megacities. Somit zentralisiert sich nicht nur die Bevölkerung, sondern vor allem das Kapital.

Für die Bevölkerung ergibt sich durch die großen Unterschiede der Immobilienpreise innerhalb Chinas ein Problem. Denn mit dem Erlös des Verkaufes einer Wohnung in Hegang kann man heute kaum mehr eine Monatsmiete für eine Einheit in Hongkong bezahlen.

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