Immobilien Magazin

Das sagt die CA Immo zum geplanten Immofinanz-Merger

Der CA Immo-Hauptaktionär Immofinanz plant, mit ersterem Unternehmen zu fusionieren - so das Russlandportfolio verkauft wird. Jetzt äußerten sich die CA Immo-Vorstände dazu. Merger-Gespräche seien derzeit auf Eis gelegt.

Autor: Charles Steiner

Seit fast einem Jahr pokert die Immofinanz um die Übernahme ihres Mitbewerbers CA Immo - vorbehaltlich des Umstands, dass das tiefrote Russlandportfolio verkauft wird. Und weil es eben an diesem Verkauf hängt, sind die Gespräche, die im Vorjahr gestartet wurden, auf Eis gelegt worden. Das sagten zumindest die beiden CA Immo-Vorstände Frank Nickel und Hans Volckens im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz. „Derzeit sind alle Berater gekündigt worden, um Kosten zu sparen“, so Nickel. Bis Ablauf dieses Jahres werde der geplante Deal „genauestens geprüft“.

Generell sieht die CA Immo den geplanten Merger eher kritisch. Man erwartet sich, dass der Verkauf des genannten Russlandportfolios mit dem 4. Quartal 2017 abgeschlossen sein soll, damit die Aktionäre über eine etwaige Fusion abstimmen können. Bis dahin werde das Unternehmen die eingeschlagene Strategie weiter fortführen, kommentiert Volckens. Denn: „Auch auf ein Stand-Alone müssen wir uns einstellen“, so der CFO.

Strategische Vorteile zu einer Übernahme werden indes bezweifelt - denn dazu müsste auch das Angebot an die Aktionäre entsprechend ausgestaltet sein, zudem gehe auch die Geduld langsam zur Neige; bis Mai 2018 sei man in einer unsicheren Situation. „Und das Angebot muss überzeugend sein, um das erforderliche Quorum von 75 Prozent der Aktionäre zu erhalten“, so Volckens. Und Nickel legt nach: „Wir gehen mit nichts in die Hauptversammlung, wenn wir sagen, dass das so keinen Sinn hat.“ Gespräche zur künftigen Positionierung seien aber noch nicht so weit gediegen - und erst, wenn es einen entsprechenden Mehrwert für Standorte oder Assetklassen gibt, könne man wissen, ob die Fusion sinnvoll sei - oder eben nicht.

Für Rätselraten sorgte in diesem Zusammenhang allerdings die S Immo. Diese hat jetzt Aktien der beiden Konkurrenten gekauft, allerdings unter der Meldeschwelle von vier Prozent. Dass das Paket aufgestockt werden könnte, glaubt man bei der CA Immo jedoch nicht. Der Trend hatte vermeldet, dass dahinter ein strategisches Zusammengehen der drei Unternehmen stecken könnte und zitierte Ernst Vejdovszky, der dem Medium erklärte, man könne in verschiedenen Märkten zusammenarbeiten oder bei der EDV Synergien nutzen. So ganz bestätigte Vejdovszky das dem Immobilien Magazin hingegen nicht: „Der strategische Hintergrund der Aktieninvestments in CA Immo und Immofinanz beschränkt sich auf das Potenzial, das wir aktuell in den jeweiligen Aktien erkennen.“

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