Immobilien Magazin

Das treibt die Branche bei der Expo Real an

CBRE formuliert fünf Trends für das kommende Jahr.

Autor: Charles Steiner

Das heurige Jahr dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einem neuerlichen Rekordjahr werden. Doch viele fragen sich: Was wird kommendes Jahr passieren? Welche Trends werden die Branche besonders beschäftigen - und welche Herausforderungen sind zu meistern? Kurz vor der Expo Real in München hat die CBRE im Rahmen einer Analyse die fünf wesentlichsten Trends formuliert, die die kommenden Jahre wohl dominieren werden.

Gleich vorweg: Das, was die Branche laut CBRE am meisten bewegt, ist die fortschreitende Digitalisierung. Diese wird nämlich die komplette Branche bzw. die gesamte Wertschöpfungskette in der Immobilienwirtschaft umkrempeln. Eine gemeinsame Studie von CBRE und dem Future Real Estate Institute hat allerdings gezeigt, dass die Kenntnisse innerhalb der Immobilienunternehmen in verschiedenen digitalen Themenfeldern noch deutlich voneinander abweichen. Sei es im Bereich Big Data, Predictive Analytics, Blockchain, Sensorik, Mensch-Maschine-Schnittstellen oder Robotik - die Marktakteure müssen diese Themenfelder in ihr Unternehmen integrieren und ihre Prozesse entsprechend anpassen, sagt CBRE.

Zudem wird es einige Neuerungen bei Gewerbeimmobilien geben. Es komme demnach nicht mehr nur auf Größe und Zuschnitt an, sondern auf das Verknüpfen mit Serviceleistungen. So dominieren in Büroimmobilien Co-Working-Spaces immer mehr, Hotellobbys werden immer mehr zu sozialen Räumen und Shoppingcenter müssen den Kunden entsprechende Verkaufserlebnisse bieten.

Auch im Investmentmarkt tut sich einiges. Der Markt für deutsche Immobilien ist nach wie vor ein sicherer Hafen für internationale Investoren. Und der wird aufgrund von Brexit immer wichtiger werden. Ersichtlich ist das an den Transaktionsvolumina, die mittlerweile in den ersten neun Monaten jenes Ergebnis vom Vorjahr deutlich übertroffen haben. Allerdings: Die Renditen geraten unter Druck, weswegen viele Investoren risikofreudiger werden und auch außerhalb von Top-Standorten investieren oder Forward Deals riskieren.

Auch relevant: Der Arbeitsplatz wird zunehmend zum Ort, an denen sich die Mitarbeiter wohlfühlen können sollen. Das ist entsprechend bei der Entwicklung bzw. beim Bezug neuer Büroflächen zu beachten.

Und: Es wird sich aufgrund des E-Commerce einiges im Logistikbereich tun. Eine effiziente Lieferkette, verknüpft mit immer kürzer werdenden Lieferzeiten, verlangt zunehmend kleinteilige innerstädtische Logistikimmobilien. In den kommenden Jahren wird die Nachfrage nach entsprechenden Objekten deutlich steigen.