immoflash

Das Wohnzimmer als Holo-Deck

In 20 Jahren soll Wohnen "supersmart" werden

Autor: Charles Steiner

Smarte Technologien werden das Wohnen in den kommenden 20 Jahren noch radikaler verändern, als man es sich heute noch vorstellen mag. Wohnräume werden, so der Zukunftsforscher Ray Hammond, mehr zu einer digitalen Plattform für Softwarelösungen und Roboter, die für Sicherheit, Komfort, Nachhaltigkeit und noch mehr Unterhaltung sorgen. Diese Annahme vertritt er jedenfalls in seinem Bericht „Super Smart Living - The Mid-21st-Century Home“, der in Zusammenarbeit mit Allianz Partners als Teil der Serie „The World in 2040“ entstand.

Biometrie und Gesichtserkennungssoftware sollen künftig mehr Sicherheit gewährleisten. Bilder von Menschen und Tieren werden innerhalb und außerhalb der jeweiligen Wohnräume gescannt, heißt es im Report. Zudem werde es den Bewohnern - wesentlich stärker als heute - von überall her möglich sein, ihr Zuhause zu kontrollieren. Die entsprechenden Daten könnten dabei via Schnittstelle an ein Medium ihrer Wahl übermittelt werden.

„Alltägliche Aufgaben im Haushalt werden in zwanzig Jahren von Robotern übernommen, deren Präsenz zur Normalität wird“, ist Ray Hammond überzeugt. Die Steuerung von Luftqualität und Energieverbrauch erfolge automatisch auf Basis der Klima- und Wettervorhersagen. Darüber hinaus sollen smarte Technologien für Energieeinsparungen von 75 Prozent sorgen. Zudem könne man nicht nur Kleidung, Werkzeug oder Spielzeug über 3D-Drucker drucken, sondern auch ganze Häuser - was die Unterkünfte um 60 Prozent günstiger machen soll. Und statt Fernseher werde das Wohnzimmer zum Holo-Deck, ausgestattet mir VR und AR. Allerdings: An Stelle der klassischen Einbrecher treten in Zukunft Hacker: Mit Hilfe künstlicher Intelligenz werden diese sich nicht mehr über das Fenster, sondern über das Heimnetzwerk Zugang in das Haus oder die Wohnung verschaffen. Datensicherheit werde aus Sicht von Allianz Partners damit immer wichtiger.