Immobilien Magazin

Der Developer formt die Rohmasse Immobilie

Der Immobilienentwickler oder Developer strebt danach, ein Objekt über dessen gesamte Lebensdauer permanent zu optimieren.

Autor: Linda Kappel

Bei der "Immobilienentwicklung" geht es um Maßnahmen, die darauf abzielen, ein Grundstück beziehungsweise ein Objekt dauerhaft möglichst einträglich zu nutzen. Der "Developer" sorgt also dafür, dass die Ertragskraft der Immobilie nicht nur erhalten bleibt, sondern er tut auch alles, um diese zu steigern. Manche Vertreter der Branchen wollen diesen Definitionsansatz möglichst klar von der Begriffsbestimmung der "Projektentwicklung" abgrenzen. Letzteres lässt sich als Konzeption und Erstellung von in der Regel größeren Projekten begreifen.

Die Projektentwicklung besteht nach Lehrbuch-Definition aus der Summe aller Untersuchungen, unternehmerischen Entscheidungen, Planungen und anderen bauvorbereitenden Maßnahmen, die erforderlich oder zweckmäßig sind, um eines oder mehrere Grundstücke zu überbauen oder eine sonstige Nutzung vorzubereiten. Dazu gehört die Absicherung der baulichen und sonstigen Nutzung im wirtschaftlichen Bereich. Es bedarf eines für den Zweck geeigneten Grundstücks (und natürlich muss ausreichend Kapital vorhanden sein bzw. die Kapitalbeschaffung glattgehen), die Beplanung muss im Rahmen des geltenden Baurechts vorgenommen werden. Projektentwickler können Projektgesellschaften, Eigentümer, Bauunternehmen oder als beratende Dienstleister Architekten und Makler sein. Es versteht sich von selbst, dass zuvor umfassende Analysen geleistet werden müssen, als da wären: Marktanalyse, Standortanalysen Nutzungsanalyse, Wettbewerbsanalyse, Risikoanalyse und Kostenanalyse. Im Vordergrund stehen die Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit des geplanten Objekts im Einklang mit einer Vielzahl von Beteiligten, darunter sind nicht nur die Kapitalgeber oder künftigen Nutzer, sondern freilich auch die Öffentlichkeit, Anrainer etc. zu verstehen.

Bei der Immobilienentwicklung steckt eben das Wort Entwicklung darin, worin das Bestreben zum Ausdruck kommt, ein Objekt fortwährend über alle Phasen optimieren zu wollen.

Eng verknüpft mit diesem Verständnis ist das Aufgabenfeld des Asset-Management, wo die kaufmännische Orientierung im Fokus steht, sowie des Property-Management - hier geht es um technisch-, objekt-, mieterbezogene Maßnahmen. Einzelne Phasen der Entwicklung können sich zeitlich überlappen, so kann häufig bereits mit der Vermarktung noch während der Konzeption begonnen werden. Ein interdisziplinäres Team von Fachdisziplinen wie z. B. Architekt, Bauingenieur, Betriebswirt, Jurist, Stadtplaner oder Geograf kann unterstützend eingesetzt werden.