Immobilien Magazin

Der digitale Weihnachtsmann

Anlässlich des Weihnachtsfests wagt der Dokumentationssoftware-Anbieter Planradar einen Blick in die Zukunft des Onlinehandels. Das Resultat: Die meisten Weihnachtsgeschenke sind online bestellbar. Auch wenn so mancher Lieferdienst am 24. Dezember aus Feiertagsgründen nix liefert: An diesem Tag hat zumindest der Weihnachtsmann Hochsaison - schließlich lässt sich dieser durchaus ebenfalls als Lieferdienst bezeichnen. Allerdings mit einem sehr geringen Zeithorizont: Auf der ganzen Welt Geschenke ausliefern und das an einem Tag - wenn das für andere Lieferdienste gelten würde, dann könnte man tatsächlich von einer Revolutionierung der Logistik sprechen.

Autor: Charles Steiner

Das PropTech Planradar hat anlässlich des Weihnachtsfests zumindest Überlegungen angestellt, wie man Santa Claus logistisch unter die Arme greifen könnte. Denn wie der Softwarehersteller für digitales Aufgaben- und Prozessmanagement feststellt: Den Weihnachtsmann gibt es doch. Auch, wenn Geschäftsführer und Mitbegründer Sander Van de Rijdt zugeben muss, noch nie ein fliegendes Rentier gesehen zu haben. Aber: Der Onlinehandel hilft dem Weihnachtsmann (und bereitet so manchem stationären Einzelhändler Kopfzerbrechen), so Van de Rijdt. „Innovative Drohnentechnologie und automatisiertes Fahren machen es in Zukunft möglich, Geschenke effizienter auf dem Luftweg und über die Straße zu verteilen.“ Er bezieht sich dabei auf eine jüngst veröffentlichte Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young: Laut diesem werde fast ein Drittel (31 Prozent) der diesjährigen Gesamtausgaben für Geschenke über das Internet erfolgen. Zahlreiche Wünsche lassen sich bequem online einkaufen: 58 Prozent der Verbraucher werden Gutscheine bzw. Geld verschenken, 43 Prozent Bücher bzw. E-Books und 23 Prozent CDs oder DVDs.

Das lässt das weihnachtliche Paketaufkommen deutlich steigen, was natürlich in Zukunft weitere Investitionen in Logistikimmobilien (und in die Logistik selbst) mit sich bringen wird. Allein in Deutschland erwartet der Bundesverband für Paket- und Expresslogistik für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ein Volumen von 330 Millionen Paketen, zehn Prozent mehr als 2017.

Da kommen wieder die digitalen Technologien ins Spiel, denn die können die Logistik deutlich vereinfachen und beschleunigen. „Mit den digitalen Technologien könnten problemlos Millionen Kinder an einem Abend beschenkt werden, wenn sich auch die dahinterstehende Logistik den neuen Möglichkeiten öffnet“, resümiert Van de Rijdt die Zahlen. „Das Schenkverhalten wird sich aufgrund der digitalen Möglichkeiten innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte deutlich verändern“, ist er überzeugt.

Apropos Weihnachten: Die Redaktion des Immobilien Magazin bzw. immoflash gönnt sich eine kleine Weihnachtspause. Am 7. Jänner beliefern wir Sie wieder tagesaktuell mit den wichtigsten Meldungen der Immobilienwirtschaft. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest - und dass der Weihnachtsmann oder Christkind auch bei Ihnen keine Lieferengpässe hat.