Immobilien Magazin

Der neue Tiger in Südostasien

Für risikofreudige Investoren zahlt sich ein Blick auf den kambodschanischen Immobilienmarkt aus. In keiner anderen südostasiatischen Großstadt sind etwa die Renditen im Büromarkt so hoch wie in der Hauptstadt Phnom Penh.

Autor: Stefan Posch

Vor allem Investoren aus China, Singapur, Taiwan und Korea sorgen derzeit in Kambodscha für eine Goldgräberstimmung. Davon profitiert speziell die Hauptstadt Phnom Penh. Eine Studie von Knight Frank sieht in der Millionenstadt eine Steigerung der Büroflächenneuproduktion von etwa 80 Prozent innerhalb der kommenden drei, vier Jahren.

Was Investoren anlockt sind vor allem die hohen Renditen, die der Büromarkt in Phnom Penh verspricht. Laut einer Studie von CBRE lagen die Anfangsrenditen im Prime-Segment im zweiten Quartal 2016 bei 7,2 Prozent und damit um einiges höher als in der gesamten Südostasienregion (5,5 Prozent). Der durchschnittliche Mietpreis liegt derzeit in Phnom Penh bei 18,7 US-Dollar pro Quadratmeter. Wobei die Mehrheit der vorhandenen 225,178 m² Office-Flächen in die Kategorie C fällt. Das soll sich aber schnell ändern, denn 137,526 m² der insgesamt 181,757 m² geplanten Büroflächen fallen unter die Kategorie A.

Auch was den Retailsektor betrifft, ist ein regelrechter Bauboom in Phnom Penh ausgebrochen. Dieser wird sich den kommenden Jahren noch weiter beschleunigen. Die derzeitige Retailfläche von etwa 134.000 m² soll sich laut Knight Frank bis 2019 auf über 300.000 m² erhöhen. Der Großteil der Neuflächen wird dabei in Shopping Malls entwickelt. Die Mieten für Prime-Retailflächen liegen zwischen 32 und 70 Dollar pro Quadratmeter.

Die Preise bei neu errichteten Eigentumswohnungen haben sich seit 2015 um 3,9 Prozent erhöht. Derzeit muss man im Durchschnitt 2,128 Dollar pro Quadratmeter für eine Neubauwohnung zahlen. Für eine Luxuswohnung kann der Preis auch schon auf über 4.000 Dollar pro Quadratmeter steigen.