Immobilien Magazin
Thomas Malloth

Der Triathlet

Die Kolumne von Thomas Malloth

Was haben Doping und Subventionen gemeinsam und warum Arme nicht reicher werden, wenn Reiche ärmer werden?

Vor einigen Wochen durfte der Triathlet – und war sehr froh über die nette Einladung – in illustrer Runde vor SpezialistInnen im Wohnbau referieren. Während sich der Autor eher in einer Drüberschau globalen Erfordernissen zuwandte, erläuterten die Mitreferenten den vor allem statistisch erfassten nationalen Zustand. Bemerkenswert war, dass trotz Bekenntnis zur Notwendigkeit eines Neuaufbruches, annähernd zwei Stunden über Wohnbauförderung, über „man müsse eben auf dem Boden bleiben“ gesprochen wurde. Der Chef der Wiener Gemeinnützigen war darüber hinaus der Ansicht, dass ein Expertengremium im Bundesministerium nichts ausrichten könne, denn Experten wären gar zu selbstverliebt, um ordentliche Ergebnisse zu erzielen. Als der Triathlet dann eine Halbierung der Wohnbauförderung bei gleichzeitiger Verdoppelung der Bildungsförderung und (endlich) Schaffung eines investitionsfreundlichen Klimas für die Alpenrepublikaner verlangte, da dürften einige im Saale geradezu in Ohnmacht gefallen sein. Immerhin würde dann aber jener nicht unerheblich große Teil der österreichischen Bevölkerung, der sich beim Sinn erfassenden Lesen schwer tut, die verbliebenen förderungsrechtlichen Bestimmungen erfassen können.

Liebe TriathletInnengemeinde, ich ersuche um Mut, Mut zur Veränderung, denn:

Armut kann nur durch wirtschaftliche Öffnung, Kapitalzufluss und Investitionen bekämpft werden, wie China eindrucksvoll beweist. Auch der Arme wird nicht reicher, wenn der Reiche zur Kassen gebeten wird, denn mangels Verständnis in die vom Staat gesetzten Massnahmen (vgl. Vermögenssteuern) wird der Reiche sein Geld abziehen. ABER: Die obersten sieben Prozent der Einkommenspyramide tragen 50 Prozent des Lohn- und Einkommensteueraufkommens und wir haben einen der höchsten Spitzensteuersätze der OECD! Die Gläubigkeit in Förderungen muss vor dem Hintergrund der Budget- und sonstigen Desaster wohl langsam der Erkenntnis weichen, dass nur eine kreative und expeditive Wirtschaft Wohlstand und Fortkommen sichern kann. Und: Lieber Freund: Ein Experte ist nur dann ein Experte, wenn er von sich selbst, von seinem Modell wegdenken kann, das macht ihn aus und ich bin sicher, dass es da draußen eine Reihe dieser ExpertInnen gibt.

Diese gilt es, mit aller Kraft zu unterstützen, diesen gilt es, den Rücken zu stärken, die jungen Querdenker müssen vor und es gilt, jeden Tag von Neuem nicht „Warum“, sondern „Warum nicht“ zu fragen, meint

herzlichst

Ihr Triathlet

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