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Deutsche B-Städte immer begehrter

Damit steigen auch die Preise kräftig

Autor: Charles Steiner

Die niedrigeren Einstiegspreise für Wohn- und Geschäftshäuser in deutschen B-Städten hat einen Run vonseiten der Anleger ausgelöst. Laut einer Analyse von Engel & Völkers Commercial, die dabei 14 Secondaries untersucht hat, zieht die Handelsaktivität vor allem dann an, je niedriger die Einstiegspreise sind. Das hat aber auch starke Preisanstiege zur Folge. „In sieben der 14 B-Städte lag der durchschnittliche Angebotspreis pro Anlageimmobilie zuletzt über dem Durchschnitt von 2.455 Euro/m² und in sieben darunter“, so Jan Kotonski, Head of Content, Data Strategy & Research. Die sieben Standorte mit dem niedrigeren Kaufpreisniveau als der Durchschnitt der B-Städte waren seinen Ausführungen zufolge zuletzt auch die sieben Standorte mit den höchsten Transaktionszahlen unter den B-Städten.

Der durchschnittlich geforderte Kaufpreis für ein Wohn- und Geschäftshaus in den 14 untersuchten B-Städten lag laut dem aktuell erschienenen „Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2021“ von Engel & Völkers Commercial im zweiten Halbjahr 2020 bei 2.455 Euro/m². Das sind 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die stärksten Zuwächse hätten Münster und Mannheim (je +24,1 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Duisburg (+17,4 Prozent) und Leipzig (+17 Prozent). In Wiesbaden, Münster und Karlsruhe läge der durchschnittliche Angebotspreis im zweiten Halbjahr 2020 mittlerweile über 3.200 Euro/m². Während Eigentümer dort mit Mieteinnahmen von durchschnittlich mehr als 10,50 Euro/m² rechnen können, seien es in Leipzig und den Städten des Ruhrgebiets im Durchschnitt weniger als 8 Euro/m². Dennoch würden sich auch die Mieten zuletzt weiter positiv entwickeln, wenn auch weniger stark als die Kaufpreise. In Karlsruhe konnte im zweiten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,9 Prozent bei den Angebotsmieten verzeichnet werden. In Hannover wuchsen diese um 4,8 Prozent und in Bonn um 4,7 Prozent.