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Deutsche Büromieten steigen 2020 kräftig

Weniger Vermietungen, aber deutlich weniger Leerstand:

Autor: Gerhard Rodler

Allen bisherigen Pessimisten zum Trotz präsentiert sich der deutsche Büromarkt ausgerechnet im krisengeschüttelten ersten Halbjahr bärenstark: Die Spitzenmieten sind deutlich gestiegen, der Leerstand weiter zurückgegangen. Allerdings gab es - dennoch - weniger Vermietungen. Die Analysen von DIP - Deutsche Immobilien-Partner zeigen, dass die Corona-Krise zwar einen Rückgang bei den Flächenumsätzen auf den deutschen Büromärkten gesorgt hat, nämlich um fast ein Drittel auf rund 1,45 Millionen m², was aber immer noch ein passabler langjähriger Durchschnittswert ist. Aber die Leerstandsquote sank von 3,6 Prozent Ende Juni 2019 auf aktuell 3,4 Prozent. Und die durchschnittliche Spitzenmiete in den analysierten deutschen Büromärkten ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,50 Euro bzw. knapp 5 Prozent auf rd. 33,10 Euro/m² gestiegen.

Der Büroflächenleerstand ist indessen aufgrund eines dynamischen Marktgeschehens im zweiten Halbjahr 2019 in den DIP-Märkten innerhalb der letzten zwölf Monate dennoch weiter gesunken, wenn auch nur moderat um rd. 160.000 m².

Dieser pendelte sich Ende Juni 2020 auf rd. 3,72 Millionen m² (Ende Juni 2019: rd. 3, 87 Millionen m²) ein.

Die Spitzenmieten haben sich weiter nach oben bewegt. Hier sind vor allem jene in Berlin (39 Euro/m², +8 Prozent), Leipzig (15,50 Euro/m², +7 Prozent), Hamburg (32,00 Euro/m², +12 Prozent) und Köln (26 Euro/m², +8 Prozent) zu nennen. Bundesweiter Mietpreisführer bleibt Frankfurt am Main mit einer binnen Jahresfrist auf 46,00 Euro/m² (+8 Prozent) gestiegenen Spitzenmiete.

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