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Dämpfer durch Corona

Um ein Drittel weniger deutsche Büros vermietet

Autor: Charles Steiner

Die Corona-Pandemie hatte einen deutlichen Rückgang beim deutschen Büroflächenumsatz zur Folge. Wie BNP Paribas Real Estate mitteilen lässt, sind im ersten Halbjahr nur rund 1,3 Millionen m² Bürofläche umgesetzt worden, was einem Einbruch um rund einem Drittel gleichkommt. Allerdings: Mit durchschnittlich vier Prozent ist der Leerstand weiterhin äußerst gering. Nichts desto trotz: In nahezu allen deutschen Städten blieben die Bürovermietungen unter dem Durchschnitt.

Was zu befürchten war: Allein im zweiten Quartal, dem „Corona-Quartal“ sind die Bürovermietungen um fast die Hälfte zurückgegangen. Für die BNP Paribas Real Estate wenig verwunderlich, zahlreiche Unternehmen hatten ihre geplanten Anmietungen entweder auf das zweite Halbjahr verschoben oder gar überhaupt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. „Zwar kann momentan noch niemand sicher absehen, wie schnell die Konjunktur wieder anspringt und ob die verschobene Nachfrage zum Teil auch wieder aktiviert wird, aber spürbare Reaktionen auf der Angebotsseite, z. B. deutlich sinkende Mieten oder stark steigende Leerstände, sind noch nicht erkennbar. Daran dürfte sich vor dem Hintergrund des im langfristigen Vergleichs sehr niedrigen Angebots auch in den nächsten Quartalen nichts grundlegend ändern“, so Piotr Bienkowski, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland in einer Stellungnahme.

Mit insgesamt 3,85 Millionen m² bzw. rund vier Prozent liegt der Leerstand auf dem gleichen Niveau wie Mitte 2019. Und auch im Vergleich zum Jahresende 2019 haben sie aktuell lediglich um im Schnitt 5 Prozent zugelegt. Die Leerstandsrate über alle Standorte liegt bei 4 Prozent und damit nur 10 Basispunkte höher als vor der Corona-Pandemie. Die mit Abstand niedrigste Leerstandsrate weist nach wie vor Berlin mit 1,9 Prozent auf, gefolgt von München mit 2,6 Prozent. Im CBD der bayerischen Landeshauptstadt wird sogar nur eine Quote von 0,9 Prozent verzeichnet. Jeweils 3,3 Prozent Leer-standsrate werden in Köln und Essen notiert und auch in Hamburg sind es nur 4 Prozent. In Leipzig beläuft sich der aktuelle Wert auf 5,0 Prozent und in Frankfurt liegt er bei 6,9 Prozent.