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Deutsche Wohnen will 900 Millionen

Bezugspreis für knapp 42,2 Mio. Jungaktien bei 21,50 Euro

Autor: Gerhard Rodler

Der deutsche Immo-Konzern Deutsche Wohnen, der kürzlich mit dem Versuch einer conwert-Übernahme gescheitert ist, peilt bei seiner vor einer Woche angekündigten Kapitalerhöhung einen Bruttoerlös von rund 907 Millionen Euro an. Der Bezugspreis für die knapp 42,2 Millionen neuen Aktien sei auf 21,50 Euro festgesetzt worden.

Zunächst hatte sich Deutsche Wohnen beim Erlös ein Ziel von 875 bis 950 Millionen Euro gesteckt. Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz sackte der Aktienkurs des Immobilienkonzerns um gut ein Prozent ab.

Die neuen Aktien werden den Aktionären mit einem Bezugsverhältnis von 7:1 angeboten. Die Bezugsfrist läuft noch bis zum 3. Juni 2015. Der genaue Bruttoemissionserlös wird voraussichtlich im Laufe des 4. Juni 2015 feststehen.

Mit dem frischen Geld soll vor allem die Übernahme von 6500 mehrheitlich in Berlin befindlichen Wohneinheiten finanziert werden, die das Unternehmen vor einer Woche angekündigt hatte. Dafür muss Deutsche Wohnen rund 500 Millionen Euro auf den Tisch blättern. Durch den Zukauf, der im Wesentlichen bis Ende Juni abgeschlossen sein soll, steigt die Zahl der Immobilien auf etwas mehr als 155 000.

Einen großen Sprung hatte das Unternehmen mit dem 1,7 Milliarden Euro teuren Kauf des Konkurrenten GSW gemacht. Dadurch stieg die Zahl der Wohnungen um rund 60 000. Gescheitert ist das Unternehmen allerdings beim Versuch, den österreichischen Konkurrenten conwert für 1,2 Milliarden Euro zu kaufen. Den Aktionären war der gebotene Preis zu niedrig, so dass nicht genügend Anteile angeboten wurden, die Deutschen erhielten nicht einmal 40 Prozent der conwert-Anteile angedient, die selbst gesetzte Latte lag bei zumindest 50 Prozent.