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Deutsche Wohnimmos im Spitzenfeld

Österreich und Deutschland gelten als besonders sicher:

Autor: Gerhard Rodler

Deutsche Wohnimmobilien überzeugen im Ergebnis vor allem mit niedriger Volatilität (Platz 1 im Fünfjahresvergleich, Platz 3 im Zehnjahresvergleich, sowie Platz 2 seit 2000). Darüber hinaus war in keinem anderen untersuchten Land die Hauspreisentwicklung ähnlich stark durch das Wachstum des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens untermauert - während der Häuserindex seit 2000 um 51,2 Prozent zulegte, stiegen die Einkommen um 58,0 Prozent. Auch die Entwicklung des BIP pro Kopf übertraf im selben Zeitraum mit +59,5 Prozent den Wertzuwachs von Wohnhäusern. Damit haben sich die Hauspreise nicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt, sondern werden durch diese fundamental begründet. Das geht aus einer aktuellen Empira-Studie hervor.

Der Kostenindex im Baugewerbe verzeichnete in Deutschland seit 2000 ein durchgängiges Wachstum (+43,8 Prozent), entwickelte sich zu den verglichenen europäischen Märkten (+55,5 Prozent) aber eher unterdurchschnittlich. Stärker als die Baukosten stiegen in Deutschland parallel die Verkehrswerte von Wohnimmobilien (Häuserpreisindex +51,2 Prozent seit 2000).

Vor allem bedingt durch die starken Einbrüche bei den Immobilienwerten im Zuge der Krise ab 2008/2009 stechen südeuropäische Märkte negativ hervor. Seit 2000 entwickelten sich die Häuserindizes von Griechenland (12,2 Prozent), Italien (37,0 Prozent), Portugal (42,2 Prozent) in der Vergleichsgruppe am schwächsten. Die insgesamt volatilsten Märkte seit 2000 waren Spanien, gefolgt von Griechenland und Großbritannien - letzteres vor allem Brexit-bedingt.

Entsprechend finden sich kaum südeuropäische Märkte in den von der Studie berechneten optimalen Portfoliostrukturen (nach dem Markowitz-Modell). Besonders risikoaverse Wohnimmobilien-Investoren sollten gemäß der Studie vor allem in Deutschland (43 Prozent Allokation) und Österreich investieren. Anleger, die hingegen für eine höhere Rendite zu mehr Risiko bereit sind, können die Märkte Schweden und Tschechien nutzen.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!