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Deutsche wollen geprüfte Makler

Große Mehrheit fordert Sachkundenachweis für Immobilienmakler

Autor: Gerhard Rodler

61 Prozent der Deutschen halten Immobilienmakler grundsätzlich für wichtig. Doch sie haben Schwierigkeiten, seriöse von unseriösen Vermittlern zu unterscheiden. Das trauen sich nicht einmal 40 Prozent der Bundesbürger zu. Sie wünschen sich deshalb einen verpflichtenden Qualifikationsnachweis. Das ergab eine bevölkerungsrepräsentative Studie des Internet-Portals Anlageimmobilien.de. Dazu wurden 1.000 Bürger in Deutschland befragt. So erhofft sich die überwältigende Mehrheit der Befragten, dass der Gesetzgeber sie besser vor unseriösen Anbietern schützt. Ein Sach- und Fachkundenachweis, der ausschließlich qualifizierten Maklern die Vermittlung erlaubt, halten zwei Drittel für einen uneingeschränkt wichtigen Schritt. Das sieht auch die Bundesregierung grundsätzlich so. Sie hat deshalb im Koalitionsvertrag beschlossen, einen Sachkundenachweis, berufliche Mindestanforderungen und Pflichtversicherungen für Makler und Verwalter einzuführen, um die Beratung zu verbessern. Im Gesetzentwurf zum sogenannten Bestellerprinzip, das künftig die Bezahlung der Vermittler regelt, ist davon allerdings bisher keine Rede. Laut Bundeswirtschaftsministerium wird die Einführung eines Sachkundenachweises derzeit geprüft, ein Termin kann aber noch nicht genannt werden.

„Es gilt für die Makler, nicht auf die möglichen Risiken zu schauen, die die anstehenden Veränderungen in Zukunft bringen werden, sondern die Chancen zu erkennen und ihren Ruf bei den Bürgern nachhaltig zu verbessern“, so der Sprecher von Anlageimmobilien.de.

Die Befragten erwarten von den Maklern, dass sie sich stärker als unparteiischer Mittler zwischen Anbieter und Interessent verstehen, egal wer die Kosten trägt. Für 76 Prozent ist zudem sehr wichtig, dass der Makler realistische Einschätzungen zur Lage der Immobilie sowie zu Preisen und Entwicklungen gibt. “Die Vermittler verfügen über ein für Immobiliensuchende und -anbieter unschätzbares Know-how. Wenn sie als seriöser, kompetenter Ratgeber auftreten, werden die Kunden ihnen zu Recht vertrauen und auch zu einer entsprechenden Honorierung bereit sein“, so Oliver Siernicki.