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Deutsches Maklerrecht vor Änderung

Wer anschafft, soll auch die Provisionen zahlen

Autor: Gerhard Rodler

In Deutschland dürfte das – auch in Österreich bald wieder virulent werdende – Thema „Wer zahlt die Maklergebühren“ bald endgültig geklärt sein. Denn namhafte Branchenvertreter sind zwischenzeitig auf die deutsche Regierungslinie eingeschwenkt. Die RICS Deutschland unterstützt das von der großen Koalition geplante Verursacherprinzip beim Maklerrecht. Nach Angaben der RICS ist die Rechtsprechung eindeutig: Auftraggeber des Immobilienmaklers ist immer die Partei, die die Provision bezahlt. In deren Interesse muss der Immobilienmakler tätig werden.

Das ist ein ganz anderer Ansatz, als er derzeit in Österreich verfolgt wird. Hier stellen sich einflussreiche Vertreter in der sich abzeichnenden großen Koalition vor, dass immer der Abgeber die Maklerprovision ausschütten solle. Das würde voraussichtlich dazu führen, dass wieder mehr Abgeber versuchen werden, die Immobilie unter Umgehung der Makler zu vermarkten. In Deutschland ist man auf einem jedenfalls sinnvolleren Weg angekommen.

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Kommentare

Florian Heckl | 09.12.2013 21:18

Das der Auftraggeber egal ob Suchender oder Verkäufer die Maklergebühren zahlen sollte ich definitiv sinnvoll. Als pendent zum Alleinvermittlungsauftrag würde es dann in Zukunft einen "Alleinsuchauftrag" geben. Fix ist, dass auch bei einer alleinigen Verkäuferprovision, der Privatverkauf zurückgehen würde, da ja die Käufer dann gleich zum Immobilienprofi gehen würden, da dieser nicht nur über eine Immobilie, sondern über ein Objektportfolio verfügt.....FAZIT: Endlich tut sich etwas in dieser Sache!!!! Florian Heckl, Immobilientreuhänder DCI Mödling