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Deutschland im Investmentfieber

Erneut starkes Quartal, aber weniger als 2015

Autor: Gerhard Rodler

Im ersten Quartal 2016 wurden in Deutschland gut 8,3 Mrd. Euro in Gewerbeimmobilien angelegt und damit rund 14 Prozent weniger als im außergewöhnlich guten Vorjahr. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Der Rückgang gegenüber 2015 resultiert allerdings nahezu ausschließlich aus noch fehlenden großen Paketverkäufen. Bei Einzeldeals wurde der 2015 aufgestellte Rekord nur knapp verfehlt. Büroinvestments liegen dabei (nunmehr wieder!) mit 42 Prozent Umsatzanteil klar in Führung. Aber: Hotels erzielen einen neuen Rekordumsatz bei Einzelverkäufen. Ausländische Investoren tragen aufgrund des bislang moderaten Portfolioumsatzes aktuell nur 33 Prozent zum Ergebnis bei. Mit Abstand am aktivsten waren bisher europäische Anleger.

Und: Die Spitzenrenditen blieben im ersten Quartal stabil. Am teuersten ist München mit einer Nettoanfangsrendite von 3,65 Prozent, gefolgt von Berlin und Hamburg mit jeweils 4,00 Prozent. Die weiteren Ränge belegen Frankfurt mit 4,30 Prozent, Düsseldorf mit 4,35 Prozent und Köln mit 4,45 Prozent.

Insgesamt sind die deutschen Investmentmärkte trotz eines Rückgangs um rund 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 sehr gut in das Jahr gestartet. Vor dem Hintergrund, dass sehr viele Transaktionen noch kurz vor Jahresende abgeschlossen werden konnten und sich gleichzeitig das Angebot gerade an großvolumigen Objekten weiter verengt, war ein etwas schwächerer Jahresauftakt absehbar und erwartet worden. Dass der zehnjährige Durchschnitt trotzdem um fast 14 Prozent übertroffen worden ist, unterstreicht die nach wie vor sehr stabile Nachfrage und das ungebrochen große Interesse an deutschen Immobilien.