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Deutschland: Unterschiede bei Mietentrends

Schere bei Neuvermietungs- und Bestandsmieten öffnet sich

Autor: Gerhard Rodler

Im Vergleich zur Jahresmitte 2012 sind in Deutschland die Mieten und Preise für Häuser und Wohnungen durchschnittlich um insgesamt 3 Prozent gestiegen. Mit einem Plus von 5,8 Prozent haben Eigentumswohnungen dabei die höchsten Steigerungsraten zu verzeichnen. Die Eigenheimpreise stiegen im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent. Die Mieten entwickelten sich insgesamt etwas moderater. Bei Neuvermietung sind aber um 2,1 Prozent höhere Mieten zu zahlen als vor einem Jahr, während sich die Bestandsmieten um lediglich 1 Prozent erhöhten. Mietdeckelungen, die gegenwärtig diskutiert werden, brächten somit nur für einen Teil der Wohnungen einen gewissen Effekt.

Das sind die aktuellen Ergebnisse des F+B-Wohn-Index Deutschland, einem nach wirtschaftsstatistischen Standards ermittelten Immobilienmarkt-Gesamtindex für Deutschland. Der Index wird auf der Basis der größten Datenbank über Kauf- und Mietobjekte in Deutschland seit 2004 ermittelt. Er fasst die Preisentwicklung aller Objektarten in den Städten und Gemeinden zusammen.

Wegen des starken Anstiegs der Marktmieten ist in den letzten Monaten die Wohnungs- und Mietenpolitik immer stärker ins Zentrum des politischen Interesses gerückt. Mieterhöhungsspielräume bei bestehenden Verträgen sollen ebenso begrenzt werden wie bei der Neuvermietung.

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Kommentare

Peter Führer | 20.09.2013 10:47

Auch hier öffnet sich die Schere zwischen Anschaffungspreis von Wohnungen und erzielbarer (in Zukunft möglicherweise beschränkter) Miete. Wer soll dann noch in Wohnungen investieren?