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DGNB vereinfacht Zertifizierung

Innovative Lösungen können positiv einfließen

Autor: Gerhard Rodler

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) - Vorbild für das österreichische ÖGNI - hat die weiterentwickelte Version ihres Zertifizierungssystems für nachhaltige Gebäude veröffentlicht. In engem Dialog mit Experten der Bau- und Immobilienbranche wurden die Kriterien umfassend angepasst. Themen wie die Anbindung eines Gebäudes an die Mobilitätsinfrastruktur wurden ergänzt, Indikatoren wie die Recyclingfreundlichkeit der eingesetzten Bauteile grundlegend überarbeitet. Eine Neuerung, die für alle verfügbaren Systemversionen gilt: Passgenaue und innovative Lösungen können bei Nachweis der Nachhaltigkeitswirkung positiv in die Bewertung mit einfließen. Dies macht das DGNB System einfacher und offener in der Anwendung und unterstützt damit maßgeblich den DGNB Anspruch, Nachhaltigkeit in ihren vielfältigen Facetten zu fördern.

„Unsere Zielsetzung für die Version 2015 war es, die Anforderungen und Wünsche der Anwender des DGNB Systems bestmöglich zu berücksichtigen und gleichzeitig unserem Innovations- und Qualitätsanspruch noch besser gerecht zu werden“, sagt Dr. Christine Lemaitre, geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Mehr denn je gilt: Wo DGNB drauf steht, muss echte Nachhaltigkeit drin sein - ökologisch wie ökonomisch, soziokulturell wie technisch und prozessual.“ Ein Ansatz, der ankommt: Laut einer jüngst von BNP Paribas Real Estate veröffentlichten Studie sind 87 Prozent der gewerblich genutzten Neubauten, die in Deutschland unter Nachhaltigkeitsaspekten bewertet wurden, nach DGNB zertifiziert.