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Die Arbeit und die Arbeiter ändern sich

9. IFM-Kongress über neue Arbeitsformen und Roboter

Autor: Charles Steiner

Industrie 4.0. Kaum eine Revolution hat womöglich mehr Auswirkungen auf das Arbeitsleben und das soziale Leben, als man sich vorstellen könnte. Dieser Schluss wird beim 9. IFM Kongress gezogen, der heute und morgen in der TU Wien über die Bühne geht und auf diesen Alexander Redlein in seiner Begrüßung auch dezidiert hinweist. Warum? Arbeitswelten ändern sich rasant - und die Arbeiter tun es mittlerweile auch. In seiner Keynote zu Beginn des Kongresses betonte Richard Wilkinson, CEO der Erste Group Immorent, wieso man sich entschlossen hat, im Erste Campus New Ways of Working zu implementieren. Flexibilität und Mobilität waren ausschlaggebend dafür, Home Office und Arbeiten von Unterwegs aus soll das steigern. Peter Weiss, Deputy Head of Group Org/IT bei der Erste Group fügt in seinem Vortrag hinzu, dass aufgrund von Außendienst, Krankenständen und/oder Urlaub das Prinzip ein Mitarbeiter, ein Schreibtisch ineffizient ist. Jetzt kommt man mit 80 Prozent der Schreibtische ganz gut aus. Wichtig dabei sei die Konditionierung und technische Ausstattung, damit sich die Mitarbeiter auch entsprechend wohlfühlen. Die Herausforderung an den Facility Manager: Eine Atmosphäre für effizientes Arbeiten zu schaffen. Diesen Ansatz verfolgt auch Andreas Matje, CFO bei OMV Petrom, die im Hoch Zwei in Wien seinen Firmensitz hat.

Es sind aber nicht nur die Arbeitswelten, die sich verändern, sondern in manchen Fällen sind es auch die Arbeiter selbst. Denn Studien sagen, dass in den nächsten Jahren vor allem Menschen in weniger qualifizierten Tätigkeiten zunehmend von Robotern ersetzt werden können. In der Diskussion Service Provision: Human or Robotics führten Markus Vincze, Professor für Automation and Control an der TU Wien, Markus Bader (Assistend Computer Aided Automation, TU Wien), Michael Freitag (Managing Director Sodexo Austria), Gerhard Schenk (Geschäftsführer HSG Zander) und Peter Ankerstjerne (Head of Group Marketing ISS) die Vor-und Nachteile der Robotisierung aus. Obgleich man mit Robotern Geld sparen kann, diese effizienter arbeiten können und auch Tätigkeiten übernehmen, die für den Menschen gefährlich sein können, gibt es aber auch Herausforderungen: Diese liegen nicht nur in der technischen Entwicklung, es gibt auch soziologische Auswirkungen, die man anpacken sollte.

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