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Die Chinesen kommen!

Asiaten lösen Russen als Big Buyer ab

Autor: Gerhard Rodler

Nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International erweitern asiatische Immobilieninvestoren ihre geographische Präsenz weltweit und insbesondere in den USA, Australien und Europa. Der aktuelle Report von Colliers International „Riding the Next Wave of Asian Buying Spree“ zeigt, dass diese Investoren Kapital von ihren Heimatmärkten ins Ausland verlagern.

Während sie sich bislang auf ihr Herkunftsland oder ihre -region konzentriert haben, stieg die Investitionssumme im Ausland in den letzten Jahren insgesamt kontinuierlich von etwa einer Milliarde US-Dollar zu Beginn des Jahrhunderts auf über 30 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013. Dieser Trend wurde durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen 2009 beschleunigt, die Auslandsinvestitionen erleichtern.

Investoren aus Hong Kong, China und Singapur bilden die größte Gruppe bei Immobilientransaktionen außerhalb Asiens und werden es auch in den kommenden Jahren bleiben. Ignaz Trombello, Managing Partner bei Colliers International: „Die chinesischen Auslandsinvestitionen schossen 2009 in die Höhe und erreichten 2013 die Rekordsumme von neun Milliarden US-Dollar. Wir gehen davon aus, dass sich immer mehr chinesische Immobilieninvestoren auf das Ausland fokussieren, um den Anforderungen ihrer lokalen Kunden gerecht zu werden.“ Weitere Investoren aus China werden diesem Trend folgen, weil sie sich in Bezug auf Investitionen in ausländischen Immobilienmärkten zunehmend sicherer fühlen. Chinesische Investoren haben ihre Präsenz auf ausländischen Märkten erfolgreich ausgebaut, indem sie unterschiedliche Transaktionsarten durchgeführt haben, die sich von der Direktinvestition über Joint Ventures mit regionalen Partnern bis hin zu Projektentwicklungen erstrecken.