immoflash

Die ersten zehn Milliarden sind geschafft

Allerdings hätte es in Deutschland mehr sein können

Autor: Charles Steiner

Auch in Deutschland reihen sich die Lockdowns aneinander, dennoch läuft der Investmentmarkt den Umständen entsprechend gut. So konnte erneut im ersten Quartal ein Gesamtvolumen von über zehn Milliarden Euro geschafft werden - allerdings lag das Ergebnis mit -45 Prozent deutlich unter jenem des Vorjahres. Das geht aus einer Analyse von BNP Paribas Real Estate hervor, die heute veröffentlicht wurde ist. Jedoch habe es sich, so BNP Paribas Real Estate, beim Vorjahresergebnis noch um ein sehr außergewöhnliches Quartal (zwischen Vorcorona-Zeit und erstem Lockdown) gehandelt. Außerdem liege man mit zehn Milliarden Euro immer noch im Zehnjahresschnitt.

Das Gros entfiel auf Einzeldeals (7,9 Milliarden Euro), dafür wurden erheblich weniger Portfolien gedreht. Diese beliefen sich lediglich bei 2,4 Milliarden Euro und lagen spürbar unter dem langjährigen Schnitt. Insgesamt wurden im Gewerbebereich rund 380 Transaktionen erfasst. Mit einem Anteil von 3,5 Milliarden Euro blieben Büros weiterhin wichtigste Assetklasse, die Netto-Spitzenrenditen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und bleiben niedrig. Beliebtester Standort ist nach wie vor Berlin, wo 1,4 Milliarden Euro umgesetzt worden sind. Offenbar dem Lockdown ist die Tatsache geschuldet, dass der Anteil ausländischer Investoren mit 31 Prozent unterdurchschnittlich gewesen ist.

Dass das Investmentvolumen heuer nicht den Wert des Vorjahres erreicht hatte, erklärt Marcus Zorn, CEO BNP Paribas Real Estate Deutschland mit ausbleibenden Paket-Deals: "Dass es gleichzeitig deutlich unter dem im Vorjahreszeitraum aufgestellten Allzeithoch liegt, ist vor dem Hintergrund der im Vorjahr eingeflossenen großen Portfolio Deals, unter anderem der TLG-Übernahme, nicht überraschend und war so erwartet worden."