Immobilien Magazin

Die Expo Real - wie lange hält der Zyklus?

Am Montag drängen wieder mehr als 40.000 Immobilienprofis in die Messe München. Die Frage der Fragen wird dabei sein: Wie lange wird der aktuelle Spätzyklus noch anhalten?

Autor: Charles Steiner

Am Montag ist es wieder soweit: Die Expo Real in München startet - und weit mehr als 40.000 Immobilienprofis aus der gesamten Wertschöpfungskette wird sich in den sechs Hallen in der Messe München einfinden, um sich über die aktuellen Trends und Projekte wie auch Standorte mit neuem Marktpotenzial bei über 2.000 Ausstellern zu informieren. Nach den Rekordjahren der vergangenen Jahre - befeuert durch die Nullzinspolitik der EZB - stellt sich allerdings die Frage: Wie lange wird der (Spät)-Zyklus noch anhalten? Wann kommt es zum Knick - falls er überhaupt kommt? Eine Umfrage der Expo Real unter 1.380 Messeteilnehmern hat gezeigt: Die Branche ist weiterhin optimistisch - trotz geopolitischer Spannungen, Handelskonflikten und internationaler Verschuldung sehen gut zwei Drittel der Befragten weiterhin positive Verhältnisse, 30 Prozent meinen, dass ihr Unternehmen eine allfällige Konjunkturabschwächung abfedern könne und die überwiegende Mehrheit geht davon aus, dass die Investmentsummen zumindest in Deutschland steigen werden, ein Drittel geht davon aus, dass sie gleich bleiben.

Doch wie sieht die österreichische Branche das? Im aktuellen Immobilien Magazin, das auch auf der Expo Real aufliegen wird, haben wir die heimischen Immo-Profis befragt, wie denn die Jahre 2019 bis 2022 aussehen könnten - und der überwiegende Teil sieht den Verlauf positiv, vereinzelt wurden aber auch Sturm und Regen, also ein Ende des Zyklus vorhergesehen. Im Großen und Ganzen dürfte sich der Zyklus in Richtung Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau einpendeln. Doch auch hier klar ersichtlich, dass die größte Unsicherheit die aktuelle weltpolitische Lage darstellt. Eine mögliche Zinserhöhung sehen die meisten allerdings nicht, der aktuelle Zinssatz dürfte mittelfristig auf diesem niedrigen Niveau bleiben. Doch auch hier gibt es vereinzelt Stimmen, die sagen, dass durch die schrittweise Zinsanhebung in den USA auch die EU nach oben korrigieren dürfte.