Immobilien Magazin

Die Immo-Woche 48 im Rückblick: Das ist geschehen

Börsennews, Deals und Personalien: Auch in der Kalenderwoche 48 hat sich viel in der Branche getan. Lesen Sie hier unseren Wochenrückblick.

Autor: Charles Steiner

Man könnte meinen, dass es in der Vorweihnachtszeit eher beschaulich zugeht. Nicht aber in der Immobilienbranche - dort tut sich am Ende des Jahres 2016 sehr viel. Alleine in dieser Woche gab es doch einige Highlights, die von der Strebsamkeit des Real Estate Business zeugen.

Alois Reikersdorfer, der bereits Re/Max Austria aufgebaut hatte, wagte jetzt den nächsten Expansionsschritt, nachdem er 2008 das Franchisesystem in Baden-Württemberg übernommen hatte. Er hat die Re/Max-Franchiserechte in Berlin und Umgebung übernommen. Sein Ziel: Langfristig sollen in der Gegend bis zu 150 Büros mit 350 Maklern aktiv werden. Apropos Berlin: Dass dieser Markt sexy ist, beweisen auch die Zahlen für das dritte Quartal, die die S Immo präsentiert hatte. Man spricht hier sogar von einem weiteren Rekordjahr. Das Bewertungsergebnis ist von 16,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 107,6 Millionen Euro gestiegen. Mit dazu beigetragen hatte der Verkauf von etwa einem Drittel des deutschen Immobilienportfolios. Dem gegenüber wurden acht Objekte mit einer Gesamtfläche von über 45.000 m² akquiriert.

Ein Umsatz- und Gewinnplus meldet auch die Porr: Im dritten Quartal ist die Produktionsleistung um 9,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen, das EBT wuchs um 25 Prozent auf 40,8 Millionen Euro. Derzeit liegt der Auftragsbestand bei etwa 5,2 Milliarden Euro, was einem Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Auftragseingang machte dabei ca. 3,4 Milliarden Euro aus. Die Strabag verbesserten im Q3 ihr EBITDA auf 450,4 Millionen Euro (+ 12 Prozent), der konsolidierte Umsatz ist hingegen auf 8,9 Millionen Euro (sechs Prozent) gesunken.

Die Warimpex drehte nach turbulenten Jahren wieder ins Plus. Im dritten Quartal konnte ein Gewinn von 6,6 Millionen Euro erwirtschaftet werden, das EBIT kletterte auf 14,6 Millionen Euro (Vorjahr: -13 Millionen Euro).

Die conwert geht davon aus, im kommenden Jahr ihre gesamten Non-Core-Objekte abstoßen zu können. Im Jahr 2016 konnten so Immobilien im Wert von mehr als 500 Millionen Euro verkauft werden. Weniger erfreulich war hingegen, dass die österreichische Übernahmekommission beschieden hat, dass die conwert-Hauptaktionäre Adler Real Estate, MountainPeal Trading Ltd. Cevdet Caner, Westgrund AG und Petrus Advisers gemeinsam agiert hätten, jedoch die Pflicht für ein Übernahmeangebot an die restlichen conwert-Aktionäre verletzt hätten. Adler dementierte das und will Rechtsmittel einlegen. Auf die geplante Übernahme durch die Vonovia soll das aber keinen Einfluss haben.

Personell gibt es in dieser Woche auch einiges zu berichten: Der erfolgreiche Geschäftsführer des Maklerunternehmens BAR, Michael Zöchling, wird im Februar im Zuge des Verkaufs der BAI samt Tochtergesellschaften zur Signa-Gruppe um Geschäftsführer Christoph Stadlhuber wechseln, wie aus gut informierten Kreisen hervorgeht. Dort soll er ein neues Marktteam aufbauen. Bei der EHL gibt es einen neuen Leiter für das Research-Team: Thomas Schanda hat per sofort die Funktion übernommen und folgt damit Alexandra Bauer nach, die erneut eine Babypause antritt.

Auch das Siegerprojekt für den Immobilienball steht fest: Im Onlinevoting wurde die Ronald McDonald Kinderhilfe gekürt. Diese wird für die Errichtung der Innenausstattung für ein Kinderhilfehaus den Gesamterlös vom Kartenverkauf erhalten. Das sind mehr als 30.000 Euro.