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Die Immo-Zukunft wird noch digitaler

Zum Betongold kommt noch Datengold

Autor: Charles Steiner

Auch wenn sich die Zukunft schwer voraussagen lassen kann, ist eines auf jeden Fall fix: Die Immobilienbranche wird definitiv noch digitaler. Gerade die Coronapandemie hat den Trend nicht nur befeuert, sondern zeigt auch die Dringlichkeit auf, sich dem Thema noch intensiver zu widmen als bisher. Und das betrifft nicht nur Büroimmobilien, sondern auch das eigene Zuhause. Konnektivität muss überall gegeben sein. Was das im Konkreten für die Immobilienbranche bedeutet, haben Magenta Telekom, ARE Austrian Real Estate, JP Immobilien und puck immobilien app services in einer Studie mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Triple M erhoben.

Die vorliegenden Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache: Seit der Coronakrise hat mehr als jeder Zweite der Befragten (51 Prozent) angegeben, die Möglichkeit zum Homeoffice zu haben und ein knappes Drittel hat zudem die Möglichkeit, komplett mobil zu arbeiten. Das lässt sich auch an den Nutzungszahlen bei Magenta Telekom herauslesen: Sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk wurden neue All-Time-Highs bei der Nutzung von Datenservices und Zuwächse von rund 20 Prozent gegenüber den Oktoberwochen vor dem Lockdown gesehen. Und: Arbeitgeber haben die Zeit im Sommer genutzt und entsprechende Sharing-, Chat-, Arbeitszeit-Tools größtenteils implementiert. Das alles ist für die Immobilienwirtschaft bedeutend: Der Arbeitgeber ist dadurch gefordert, Devices zum mobilen Arbeiten sicherzustellen und auch die lückenlose Konnektivität. Maria Zesch, CCO bei Magenta: „Der Zugang zu einer hohen Bandbreite im gesamten Gebäude wird immer wichtiger und das sollte bereits im Rahmen der Immobilienentwicklung auch für neue Büroflächen-Konzepte berücksichtigt werden.“ Das Büro bleibt trotz Möglichkeit zum Homeoffice ein wichtiger Faktor, im Gegenteil: Durch Hybrid-Modelle reduzierte Büroflächen erfordern wiederum einen erhöhten Raumbedarf für einzelne Nutzer. Damit muss die Büroimmobilie künftig noch flexibler werden - und natürlich noch digitaler und effizienter. Hans-Peter Weiss, CEO der ARE: „Der kluge Einsatz von Steuerungs- und Kommunikationstechnologien dient in der Praxis zum Beispiel dazu den Energieverbrauch zu steuern und die Qualität für die Nutzer zu erhöhen.“ Die allumfassende Konnektivität betrifft aber auch das Zuhause, so die Studie: Knapp 60 Prozent der befragten WohnungsnutzerInnen sind laut Studie an Services interessiert. Darüber hinaus können sich rund zwei Drittel der StudienteilnehmerInnen die Kommunikation mit der Hausverwaltung via App vorstellen. Besonders interessant ist hierbei die effiziente Abwicklung von Service- und Schadensmeldungen, das Dokumentenmanagement. Daniel Jelitzka, Geschäftsführer von JP Immobilien: „“Die Digitalisierung wird künftig neben Faktoren wie Lage, Wohnungsgrundrisse und Ausstattung ein wesentliches Asset sein, wenn es um die Bewertung einer Immobilie geht - auch für Investoren wird dies immer mehr zum entscheidenden Kriterium."