Immobilien Magazin

Die Immobranche im Rückblick

Das waren die Highlights der Kalenderwoche 11:

Autor: Stefan Posch

Auch wenn - gerade in Österreich - immer wieder von einer ersten Eintrübung der Investmentmärkte die Rede ist, zumindest auf dem internationalen Parkett stellt sich das so gar nicht dar. Im Gegenteil: Die deutschen Investmentmärkte beispielsweise präsentierten sich 2018 in absoluter Bestform: 61,5 Milliarden Euro wurden bundesweit in den Assetklassen Büro, Wohnen, Hotel, Logistik und Retail umgesetzt und damit ein neuer Umsatzrekord aufgestellt.

Der Krimi um die Online Hausverwaltung, der am Freitag via Eilmeldung des immoflash öffentlich wurde, wirbelt die Immobilienbranche ganz gehörig auf. Der Geschäftsführer soll gestanden haben, Kundengelder in der Höhe von zwei Millionen Euro veruntreut zu haben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien bestätigte dem immoflash, dass eine Selbstanzeige eingebracht wurde und, dass wegen des Verdachts des Betruges und der Untreue ermittelt wird. Die Ermittlungen würden sich aber noch im Anfangsstadium befinden.

Waren viele mit eher mulmigen Bauchgefühl vorgestern oder gestern zur IMIPIM nach Cannes angereist, so scheinen hier alle Ängste so gut wie verflogen zu sein. Und das liegt nicht nur am strahlend schönen Vorsommerwetter. Aus Großbritannien kommen beruhigende Signale, dass selbst bei einem nach wie vor möglichen harten Brexit die Katastrophe ausbleiben werde. Selbst der durchaus objektive Global Real Estate Leader bei PwC, Craig Hughes, gibt Entwarnung, die hochkarätige Delegation aus UK sowieso. Das exklusive Interview mit ihm folgt hier morgen.

Der gute alte, im Schnitt jeweils sieben Jahre dauernde 7-Jahres-Schweinebauchzyklus auf den internationalen Immobilienmärkten, gehört ganz offensichtlich endgültig der Vergangenheit an. UBM-Vorstand Martin Löcker: „Dass sich die Geschichte wiederholt, stimmt einfach nicht. Es wird immer etwas anders - und damit gibt es ist auch den Immobilienzyklus nicht.“ Das sehen hier auf der MIPIM 2019 übrigens fast alle so.