immoflash

Die neuen Werte der Investoren

Energieeffizienz bald so wichtig wie Lage

Autor: Gerhard Rodler

Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit stehen bei Immobilien-Investments im Vordergrund, wie eine aktuelle Deloitte-Umfrage unter Real Estate-Experten aus 68 verschiedenen Ländern - durchgeführt auf der Expo Real - ergab. Auch für das kommende Jahr wird ein attraktives Transaktionsvolumen bei Immobilien erwartet.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt das Transaktionsvolumen in der Branche stabil. Auch dem nächsten Geschäftsjahr sehen die Immobilien-Experten äußerst positiv entgegen und erwarten vor allem im Wohnsegment weiterhin eine steigende Preisentwicklung. „Es wird aber nicht alles in Bausch und Bogen gekauft, Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit stehen bei Immobilien-Investments immer mehr im Vordergrund“, erläutert Alexander Hohendanner, Partner Deloitte Real Estate Österreich.

Aus dem Deloitte-Experten-Barometer geht deutlich hervor, dass immer mehr alternative Finanzierungsformen den Immobilienmarkt mit Geld versorgen werden. Starke Konkurrenz bekommt der klassische Bankkredit dabei von reinen Eigenkapital-Investments aus Ländern außerhalb der EU. Gleichzeitig gibt die Mehrheit der Messebesucher schon jetzt zu bedenken, dass Banken immer mehr und höhere Kreditsicherheiten verlangen und gleichzeitig weniger Kredite in der Immobilien-Branche zur Verfügung stehen.

Neben Nachhaltigkeit und Energie-Effizienz setzt die Immobilien-Branche auch immer mehr auf Transparenz in der Berichterstattung. Dafür führt Deloitte neben dem Experten-Barometer den jährlichen European Public Real Estate Association (EPRA) Review zur Analyse der Finanzberichterstattung von börsennotierten Immobiliengesellschaften in Europa durch und leitet daraus auch Empfehlungen für Kunden ab.

Die über 80 Geschäftsberichte aus der Real Estate Branche werden dabei anhand der Kriterien der „Best Practice Recommendations“ (BPR) der EPRA bewertet. Das Ergebnis ist deutlich: Ganze 79 Prozent der untersuchten Unternehmen setzen die BPR zumindest teilweise um. So nimmt etwa die Kommunikation des „Net Asset Value (NAV)“ zur Darstellung des Netto-Vermögenswerts eines Unternehmens zu (73 Prozent). Über die Hälfte der untersuchten Unternehmen (53 Prozent) gibt an, verstärkt „Earnings per share“, also den Gewinn je Aktie, als wichtige Kennzahl zu nennen.