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Die Werbemaschine ist angelaufen

Re/Max Austria forciert immer stärker die eigene Markenbildung. Dazu will man jetzt mit einer eigenen App und einem TV-Werbespot Bewusstsein beim Kunden bilden, sagt Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer im Gespräch mit Charles Steiner.

Autor: Charles Steiner

Re/Max Austria hat angekündigt, neue Marketingmaßnahmen ergreifen zu wollen. Wie sehen diese aus? Bernhard Reikersdorfer: Wir sind in der Branche für neue Marketingmaßnahmen bekannt. Bei all unseren Maßnahmen stellt sich für uns immer eine wesentliche Frage: Was möchte der Kunde? Der Kunde muss im Mittelpunkt unseres Tuns stehen. Daher gibt es seit Jahren die nationalen Veranstaltungen zu den verschiedensten Immobilienthemen oder auch die Bemühungen, mehr Transparenz am Immobilienmarkt für die Kunden zu schaffen. Ein neuer und wesentlicher Bestandteil ist unsere neue Re/Max-App. Damit unternehmen wir den nächsten Schritt bei unserer digitalen Transformation in der wir eine ganzheitliche mobile Strategie verfolgen. So erreichen wir jetzt letztlich unser Ziel, jeden Kunden, egal welches Endgerät er auch nutzt, den besten Service anbieten zu können. Die Re/Max-App bietet für die Kunden im Vergleich zu den anderen Immobilien-Apps zahlreiche Mehrwerte wie z.B. die genaue Adressangabe der Objekte für registrierte MyRe/Max User, neue Immobilien 24 Stunden vorher aufs Smartphone oder aktuelle Marktberichte um nur drei Beispiele zu nennen. Und das allerwichtigste: Die App ist äußerst einfach zu bedienen, ganz nach dem Motto: weniger ist mehr! Reduziertes Design und durch wenig Ablenkung konzentrieren wir uns auf das Wesentlichste. DieRe/Max-App steht sowohl für iOS im AppStore als auch auf Android im Google PlayStore demnächst kostenlos zur Verfügung.

Auch ein Fernsehspot ist dabei angedacht. Ab wann und auf welchen Sendern soll er ausgestrahlt werden? Reikersdorfer: Der Fernsehspot ist ein weiterer Meilenstein. Neben der TV-Kampagne läuft auch eine online-Kampagne. Mit dem neuen Spot wollen wir mehrere Botschaften vermitteln: Sympathie, Image-Bildung für den Berufsstand, unseren attraktiven und herausfordernden Job und die sehr verantwortungsvollen und umfangreichen Aufgaben einer Maklertätigkeit. Ausgestrahlt wird der Spot seit 20. März 2017 auf allen wesentlichen TV-Kanälen, darunter natürlich auch zur Prime-Time im ORF.

Laut aktuellem Re/Max-Immospiegel hält der Höhenflug am Immobilienmarkt weiterhin an. Bis wann könnte dieser dauern - und was könnte ihn mittel- bis langfristig dämpfen? Reikersdorfer: Es ist davon auszugehen, dass der Höhenflug am heimischen Immobilienmarkt auch im heurigen Jahr weiter anhält. Die Zahlen in den ersten beiden Monaten bestätigen die Erwartungshaltung. Sollte das Zinsniveau jedoch steigen, so würde das den Immobilienmarkt definitiv beeinflussen.

Über 120.000 Immobilienverkäufe bei einem Land mit über neun Millionen Einwohnern: Warum werden gerade jetzt so viele Immobilien gehandelt? Reikersdorfer: Es gibt nach wie vor ein gutes Immobilienangebot in Österreich (aktuell + 2,8% im Vergleich zum Vorjahr), eine weiterhin sehr gute Nachfrage, ein niedriges Zinsniveau und fehlende alternative Geldanlagemöglichkeiten. All dies führt dazu, dass der Markt prächtig floriert.

In welchen Gegenden Österreichs ist da besonders viel Bewegung drin - und warum? Reikersdorfer: Natürlich in den Ballungsgebieten und hier ganz besonders in den Städten. In der Bundeshauptstadt, aber auch in Landeshauptstädten wie Linz (+19,8%), Salzburg Stadt (+ 18,6%) oder St. Pölten Stadt (+52,1%) stieg die Anzahl der Immobilienverkäufe deutlich an. Viel Bewegung gab es aber auch im Speckgürtel von Wien (Wien-Umgebung oder Mödling mit einem Plus von über 15%) oder auch in Wels, Salzburg-Umgebung oder Innsbruck-Land. Die Infrastruktur und die Verkehrsanbindung spielen für Käufer weiterhin eine ganz entscheidende Rolle.

Seit einiger Zeit orientiert sich Re/Max auch in den gewerblichen Sektor und bietet dazu auch City Consulting an. Was war der Grund für diesen Schritt und was versprechen Sie sich mit Stadtconsulting? Reikersdorfer: Re/Max ist in Österreich flächendeckend präsent. Im gewerblichen Bereich bündeln wir unser lokales Know-how bei der Re/Max Commercial Group an zentralen Stellen. Unsere Kunden haben einen spezialisierten Ansprechpartner, der bei Bedarf auch in engem Kontakt zu unseren Büros in Österreich steht. Das ist eine ideale Win-Win-Situation. City Consulting ist eine logische Konsequenz aus unserem Fokus auf den gewerblichen Bereich. Wir wissen um die Herausforderungen von Kommunen und sind der Überzeugung, dass eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung Immobilienprofis braucht. Wir erarbeiten, auch mit Partnern, Konzepte und sprechen die Sprache der Nutzer und der Eigentümer. Unser Anspruch ist es, gemeinsam erarbeitete Konzepte auch umzusetzen, denn ein Konzept alleine ist zu wenig.

Wie wird sich der Markt weiterentwickeln? Reikersdorfer: Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin gut und sprechen für ein gutes Immobilien-Jahr. Ob das Rekordjahr 2016 heuer allerdings nochmals getoppt werden kann, bleibt abzuwarten, aber ich freue mich, sollte ein weiteres Rekordjahr folgen. Die Preise für Wohnimmobilien und Grundstücke in zentralen Lagen werden aufgrund der starken Nachfrage tendenziell noch leicht zulegen.

re/MAX AUSTRIA

Mit einer neuen App und einem TV-Spot, der zudem mit einer Onlinekampagne gelauncht wurde, will Re/Max Austria noch mehr auf die Endkunden zugehen und das Bewusstsein für die Tätigkeit des Maklers stärken. Das kommt zeitlich genau richtig: Laut Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer bei Re/Max, ist der Immobilienmarkt in Österreich in Hochform. Die Preise für Grundstücke und Immobilien werden seiner Prognose nach weiter zulegen.