immoflash

Die Zukunft von Immobilien.net

Was Immobilienscout24 damit vor hat

Autor: Gerhard Rodler

Am Ende des Tages könne er sich gut vorstellen, dass alles in der Marke und der Datenbank von Immobilienscout24 endet, aber das würden alleine die Kunden entscheiden, sagt Immobilienscout24-Österreich-Chef Patrick Schenner über den soeben abgeschlossenen Kauf von immobilien.net zu „immoflash“. Bis dahin wird es zumindest für eine Übergangsfrist wohl beide Marken und beide Datenbanken am Markt geben, wenn auch mit einem gemeinsamen Mitarbeiterstamm, einem Firmensitz und wohl auch schon zu Beginn Kombinationsangeboten. Das Zusammenführen der beiden – bis zum 28. Mai – durchaus mit offenem Visier aber harten Bandagen am Markt agierenden Konkurrenten zu einem Unternehmen hat unterdessen schon begonnen. Demnächst dürfte die Firmenzentrale von „immobilien.net“ in die Immobilienscout24-Österreichzentrale im dritten Bezirk übersiedeln. Und da zieht der Größere zum Kleineren.

Konkret: 42 Mitarbeiter von „immobilien.net“ übersiedeln zu den rund zehn Immobilienscout24-Beschäftigten in Österreich. Und mit ihnen gehen die rund 1200 Inserentenkunden mit ihren 60.000 veröffentlichten Objekten. Sie stoßen auf 800 Maklerkunden mit 44.000 Objekten. Die gemeinsame Schnittmenge sieht Schenner bei weniger als einem Drittel. So oder so dürfte da etwas wirklich Großes entstehen. Denn der Deal umfasst nicht wie von immoflash seinerzeit kolportiert rund acht Millionen Euro, sondern, so die Gebrüder Ertler, „deutlich mehr“. Das liegt auch daran, dass seinerzeit nur das Portal an sich zur Disposition stand, jetzt wurde aber alles in Bausch und Bogen verkauft. Dazu zählt neben der Datenbank eben auch die Maklersoftware „web-real“, die bei 535 Unternehmen läuft, mit rund 1400 Domains die größte Immobilien-Domainsammlung der Welt (laut Markus Ertler) und die größte Domainsammlung Österreichs. Innovationen wird man sich aus dem Hause „immobilien.net“ wohl weiter erwarten dürfen. Der „Preisfinder“ beispielsweise geht morgen online. Auch wenn der noch ein Produkt der „Ertler-Ideenschmiede“ ist, dürfte es doch auch künftig in dieser Tonart weitergehen.