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Digitale Hotels im Kommen

Limehome knackt 1.500 Apartment-Marke

Autor: Charles Steiner

Die Digitalisierung wird auch die ohnehin von Covid-19 schwer getroffene Hotellerie umkrempeln. Schließlich lassen sich über digitale Lösungen auch Personalkosten sparen - ein enormer Kostenfaktor. Mit digitalen Hotels will jetzt das Travel- und Hospitality-Startup Limehome im Markt durchstarten. Nach zweieinhalb Jahren nach der Gründung verweise man mittlerweile laut eigenen Angaben 1.500 Apartments und will weiter expandieren. Mittels dieses Konzepts habe Limehome im vergangenen Coronajahr eine Auslastung von rund 70 Prozent gehabt - während die Auslastung klassischer Hotels nach Zahlen des Deutschen Hotelverbands auf 29 Prozent gefallen ist.

Nachdem das Münchner Unternehmen seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz Krise fast verdreifachen konnte und seinen Markteintritt in Spanien bekanntgab, erschließt Limehome nun vier weitere spanische Standorte. Mit einer neuen Immobilie im Madrider Szeneviertel Malasaña knackt Limehome die Marke von 1500 Apartments unter Vertrag. Hinzu kommen neue Unterkünfte in Sevilla, Valencia und Granada. Weiterhin wird jedoch der Heimatmarkt Deutschland im Fokus stehen. Noch im ersten Quartal eröffnet Limehome mit neuen Immobilienpartnern unter anderem weitere Standorte in Berlin und Frankfurt. Bereits jetzt betreibt das Münchner Unternehmen über 500 Design-Apartments in 63 Standorten profitabel. Essenziell für die schnelle Expansion und den rentablen Betrieb diverser europäischer Standorte ist dabei das technologiebasierte Konzept. Sämtliche Prozesse sind vollständig digitalisiert - von der Buchung über den Check-in und den Customer Service bis hin zur automatisierten Rechnungserstellung. Aber auch vorgelagerte und Hotelmanagement-Prozesse, wie die Standortauswahl und die Einrichtung der Apartments, werden größtenteils digital, teils automatisiert, abgebildet und dadurch beschleunigt.