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Düsseldorf fliegt davon

Investmentvolumen trotz Corona um ein Drittel gestiegen

Autor: Charles Steiner

Die Coronakrise konnte dem Düsseldorfer Investmentmarkt nichts anhaben. Mehr noch: In den ersten drei Quartalen konnte das Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahr sogar fast um ein Drittel gesteigert werden. In einer aktuellen Analyse weist BNP Paribas Real Estate ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro aus, 27 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2019 und gleich 45 Prozent über dem Zehnjahresschnitt.

Sebastian Grobe, Düsseldorfer Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate spricht sogar vom zweithöchsten Investmentvolumen, das je Ende September registriert worden war: „Beeindruckend ist in diesem Zusammenhang das bisher im Rahmen von Portfolios platzierte Investmentvolumen von 845 Millionen Euro, das 168 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt und das Rekordergebnis aus 2018 nur um 10 Prozent verfehlt. Rund 1,6 Milliarden Euro wurden im Rahmen von Einzeltransaktionen platziert, deren Volumen sich damit auf Vorjahresniveau bewegt (bei einem Marktanteil von aktuell 65,5 Prozent).“

Der Großteil des Investmentvolumens sei auf fünf Tickets mit mehr als 100 Millionen Euro Investmentvolumen entfallen. Auf diese entfielen rund eine Milliarde Euro des Gesamtvolumens. In den ersten drei Quartalen sind 83 Prozent des Investmentvolumens bzw. gut 2,0 Milliarden Euro in Büroimmobilien geflossen. Dieser Wert markiert eine neue Höchstmarke. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wird ein Plus von 78 Prozent registriert, und selbst der Wert aus dem Rekordjahr 2018 (gut 1,7 Milliarden Euro) konnte um 16 Prozent übertroffen werden. Alle bis dato erfassten Abschlüsse über 100 Millionen Euro wurden im Bürosegment getätigt.

Die Spitzenrenditen haben ihren sinkenden Trend im dritten Quartal fortgesetzt. Die Netto-Spitzenrendite bei Büros ist um 10 Basispunkte auf aktuell 2,90 Prozent gesunken. Im bundesweit stark nachgefragten Logistiksegment ist die Renditekompression noch stärker ausgefallen. Die Spitzenrendite notiert Ende September bei 3,50 Prozent (-20 Basispunkte), wohingegen sie für innerstädtische Geschäftshäuser in Top-Lagen seit 2017 konstant bei 3,20 Prozent liegt.