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Eigentum boomt, jedoch mit Hürden

Pandemie erschwert Eigentumserwerb

Autor: Charles Steiner

Auch wenn gerade während der Coronapandemie viele Menschen die Gelegenheit genutzt haben, sich eine Eigentumsimmobilie zu kaufen, es wird - zumindest auf Bankenseite - schwieriger, die erforderlichen Kredite zu erhalten. Die Coronapandemie hat den Wunsch für das Eigenheim zwar verstärkt - allerdings sind auch die Hürden schwieriger geworden, um ein solches zu erwerben. Das geht aus einer Statista-Umfrage im Auftrag der Interhyp unter 1.000 Österreichern hervor. Demnach würde gerne jeder Vierte innerhalb der kommenden fünf Jahren ein Haus oder eine Wohnung kaufen, schließlich sind gerade die Finanzierungsbedingungen aktuell mehr als günstig. Allerdings: So leicht ist eine Finanzierung nicht mehr zu bekommen, dessen werden sich die Österreicher immer mehr bewusst: Sicht. Gut jeder Dritte (33 Prozent) geht davon aus, dass der Wohneigentumserwerb im Zuge der Corona-Krise durch steigende Objektpreise schwieriger wird. Fast jeder Zweite (45 Prozent) befürchtet, wirtschaftliche Schieflagen könnten potenziellen Käufern einen Strich durch den geplanten Immobilienkauf machen.

Trotz niedriger Kreditzinsen ist die absolute Mehrheit mittlerweile der Ansicht, dass die Hindernisse vor allem beim Bauen wegen der Coronapandemie zugenommen haben. 69 Prozent nennen hohe Baukosten als Haupthindernisse, 40 Prozent fehlende Handwerker sowie dadurch verursachte Verzögerungen beim Bau, 38 Prozent fehlende staatliche Anreize wie beispielsweise Fördermittel sowie 37 Prozent fehlendes Bauland. Hier waren Mehrfachnennungen möglich. Eine Entspannung ist für die Studienteilnehmer derzeit nicht in Sicht. Jedoch hätten laut Umfrage die Österreicher eine Idee, wie man den Markt wieder beleben könnte: 68 Prozent vertreten die Meinung, geringere Kaufpreise oder Baukosten würden die Menschen vermehrt dazu bewegen, in Wohneigentum zu investieren. Geringere Nebenkosten - etwa für Makler, Notar oder Steuern - würden Käufern ebenso helfen. So zumindest denken 58 Prozent. Höhere finanzielle Unterstützung vom Staat wäre in den Augen von mehr als jedem Zweiten (55 Prozent) hilfreich.