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Eigentumspreise legten weiterhin zu

Verkäufe aber leicht zurückgegangen

Autor: Charles Steiner

Auf die Preisentwicklung bei Wohnimmobilien hat die Coronapandemie vorerst keinerlei Auswirkungen gehabt. Im Gegenteil: Laut dem heute veröffentlichten Immo-Spiegel von Re/Max mit Daten von IMMOunited haben die Eigentumspreise im ersten Halbjahr sogar um 4,4 Prozent zugelegt. Die Anzahl der Transaktionen sei dagegen um vier Prozent zurückgegangen, Re/Max spricht in diesem Zusammenhang von einer Konsolidierung hinsichtlich der verkauften Mengen. In den amtlichen Grundbüchern seien demnach 23.868 Eigentumswohnungen verkauft worden, 8,8 Prozent weniger als im absoluten Rekordjahr 2018. Dem gegenüber hat sich der gesamte Transaktionswert nur marginal verändert: Er ging von 5,66 Milliarden Euro auf 5,63 Milliarden Euro zurück.

Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria, sieht den Eigentumswohnungsmarkt trotz des Rückgangs von vier Prozent gegenüber 2019 nach wie vor auf hohem Niveau: „Das knappe Angebot hat in vielen Regionen zu weiteren Preissteigerungen geführt. Bei Anlegern, aber auch bei Eigennutzern, stehen Wohnungen trotzdem weiter hoch im Kurs.“ Er schätzt, dass die Auswirkungen von Covid-19 auf den Wohnungsmarkt erst gegen Ende dieses Jahres bzw. im ersten Halbjahr 2021 sicht- und spürbar würden. Reikersdorfer: „Wir erwarten für das erste Halbjahr 2021 ein steigendes Wohnungsangebot und weitestgehend konstante bzw. leicht rückläufige Preise.“ Im Jahresvergleich zum ersten Halbjahr 2019 haben die typischen Preise für Eigentumswohnungen laut Re/Max Austria um +4,4 Prozent oder 9.045 Euro zugelegt. Damit seien die Anschaffungskosten für Wohnungen in den vergangenen fünf Jahren um +26,9 Prozent gestiegen. Ein Viertel aller neu verbücherten Wohnungen kostete in Österreich im ersten Halbjahr 2020 weniger als 135.000 Euro. Dieser Grenzwert hat um +4,9 Prozent zum Vorjahres-Vergleichszeitraum zugelegt. Das obere Preisviertel aller Wohnungen hatte in der Vergangenheit regelmäßig niedrigere Preissteigerungen als der Durchschnitt zu verzeichnen. Von 277.000 auf 289.243 Euro erhöhte sich Re/Max zufolge die untere Schwelle zum obersten Preisquartil und das entspricht +4,4 Prozent.