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Deutsche Büros performen schlechter

Flächenumsatz um 36 Prozent gesunken

Autor: Charles Steiner

Während der Wiener Büromarkt im Coronajahr lediglich einen Rückgang des Büroflächenumsatzes von nur fünf Prozent verzeichnete, sieht die Situation in Deutschland etwas komplizierter aus. Laut einer aktuellen Analyse sei der Umsatz in den fünf wichtigsten deutschen Büromärkten mit 2,16 Millionen m² um 36 Prozent zurückgegangen. Zusätzlich wurden noch Mietvertragsverlängerungen von 238.600 m² - vor allem in Frankfurt und Berlin mit rund 93.000 beziehungsweise knapp 54.000 m² - registriert. Nichts desto trotz spricht CBRE von einem "intakten Markt mit stabilen Mieten und nur einer moderaten Zunahme des Leerstands. Für das heurige Jahr geht man von einer verstärkten Nachfrage aus, von der heurigen Fertigstellungsrate von rund zwei Millionen m² seien bereits die Hälfte nicht mehr verfügbar. Carsten Ape, Head of Office Leasing bei CBRE in Deutschland: "Im vierten Quartal konnte in drei der fünf Top-Märkte auch wieder eine höhere Vermietungsdynamik verzeichnet werden, infolgedessen der Flächenumsatz über alle Standorte im Vergleich zum Vorquartal um rund 16 Prozent auf knapp 589.400 m² zulegen konnte. Zudem ist gerade bei Flächen in Top-Lagen und Top-Objekten das Angebot weiterhin sehr begrenzt. Denn während die Anmietungsentscheidungen mancher Nutzer vertagt werden, sehen andere die Krise gar als Möglichkeit zur Anmietung erstklassiger Flächen, die ansonsten stärker umkämpft wären." In fast allen Top-5-Märkten stiegen die Mieten oder waren stabil. Die gewichtete Durchschnittsmietete lag in den Top-5-Städten mit knapp 22 Euro pro Quadratmeter 2,8 Prozent über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Vor allem in Berlin (plus 8,1 Prozent auf ca. 28 Euro), München (plus 6,7 Prozent) und Frankfurt (plus 7,4 Prozent) zeigt sich, dass gerade in Märkten mit einem knappen Angebot an modernen und hochwertigen Flächen in zentralen Lagen die Nutzer weiterhin bereit sind, die geforderten Mietpreise zu bezahlen.