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Eine Milliarde für Klagenfurter Flughafen

Soll "modernster und effizientester" Airport werden

Autor: Charles Steiner

Hochgesteckte Ziele für Klagenfurt: Geht es nach der Lilihill Group, soll der Flughafen Klagenfurt zum „modernsten, effizientesten und passagierfreundlichsten“ Airport werden. Heute Vormittag wurden vor Journalisten die Pläne des Airports enthüllt, bis 2024 will der 74,9-Prozent-Eigentümer rund eine Milliarde Euro in das Projekt samt umliegendem Areal, wo die Lilihill einerseits das neue Klagenfurter Messezentrum sehen will und andererseits neue Logistikcluster plant, stecken. Auftreten soll der Flughafen unter „The new Airport Klagenfurt“, mittelfristig sollen dort 5.300 Arbeitsplätze entstehen. Rund um den Flugbetrieb soll dabei die neue Aviation City Klagenfurt entstehen. Sie werde neben dem neuen Flughafen ein Flughafenhotel (Avitel), ein Logistikzentrum (Avilog), einen Technologiepark (AvimotionTecPark), ein Messezentrum (Avifair) sowie umfangreiche Infrastruktureinrichtungen. In der finalen Ausbaustufe sollen rund 375.600 m² von der rund 580.300 m² großen Fläche bebaut und kommerziell nutzbar sein.

Karl-Georg Eisner, Geschäftsführer der Lilihill, hat große Erwartungen: „Die Aviation City Klagenfurt ist ein integriertes und symbiotisches Konzept. Der neue Stadtteil bietet der gesamten Region eine neue Zukunftsperspektive. Das nachhaltige Konzept ermöglicht Wirtschaftswachstum und einen großen Entwicklungsschritt für den Wirtschafts- und Tourismusstandort.“ Zudem wolle Lilihill die Passagierzahl von 230.000 Fluggästen auf gut eine Million hochschrauben.

Verhalten zu den ambitionierten Plänen geben sich sowohl das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt. In einer gemeinsamen Aussendung sieht man das Vorhaben zwar grundsätzlich positiv, allerdings erscheinen die Pläne doch „ehrgeizig und interessant“. Allerdings gebe es offene Fragen hinsichtlich notwendiger Widmungen und Genehmigungen sowie eines neuen Messezentrums. Da bedürfe es einer gemeinsamen Klärung aller Partner, insbesondere auch mit der Stadt Klagenfurt. Seitens des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt geht man davon aus, dass der Mehrheitseigentümer sowohl Land und Stadt demnächst zu Gesprächen einlädt.