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Einfamilienhäuser stagnieren

Experten erwarten stagnierende Preise

Autor: Gerhard Rodler

4.021 Einfamilienhäuser im Wert von 924,7 Mio. Euro wurden im ersten Halbjahr 2014 im Österreichischen Grundbuch verbüchert. Das sind um +3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber um -4,6 Prozent weniger als 2012. Der Gesamtwert der im ersten Halbjahr in Österreich gehandelten Einfamilienhäuser stieg um +3,0 Prozent, der typische Verkaufspreis pro Haus dagegen nur um +1,5 Prozent auf 189.291,- Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der RE/MAX ImmoSpiegel (1-6 2014) auf Basis der Daten von IMMOunited.

Bezogen auf den Verkaufswert noch bedeutender als die Einfamilienhäuser ist die Kategorie der „sonstigen Gebäude“. Da diese Immobilien definitionsgemäß aber vollkommen unterschiedlich sind, sind diese Zahlen weniger aussagekräftig.

Im ersten Halbjahr 2014 lag der Wert der gehandelten „sonstigen Gebäude“ bei 1,85 Mrd. Euro und damit um -153 Mio. Euro oder -7,2 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Anzahl der gehandelten „sonstigen Gebäude“ ist in diesem Zeitraum gesunken, nämlich um -2,7 Prozent auf 5.453.

Der mit Abstand wichtigste Markt für Einfamilienhäuser ist Niederösterreich mit 1.010 (-4,4 Prozent) verbücherten Häusern im ersten Halbjahr 2014. Der Wert der verkauften Einfamilienhäuser liegt dabei bei 181 Mio. Euro und damit um +3,5 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Typischerweise kostete ein niederösterreichisches Einfamilienhaus 158.550,- Euro und damit um +5,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013.

Bei den „sonstigen Gebäude“ in Niederösterreich bedeuten 2.066 Stück im ersten Halbjahr mit einem Verkaufsvolumen von 372 Mio. Euro nur eine Steigerung von +1,8 Prozent bei der Anzahl, aber einen um -22,0 Prozent geringeren Verkaufswert.

In Wien wurden von Jänner bis Juni 2014 140 beinahe handverlesene Einfamilienhäuser verbüchert, das sind um +9,4 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres. Die Ergebnisse aller Bundesländer und alle sonstigen Details lesen Sie in der Oktoberausgabe des Immobilien Magazines ab 3. Oktober am Kiosk.

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Kommentare

Patrick Schenner | 03.09.2014 13:50

Lieber Gerhard! Mangels Datentiefe, die dem Grundbuch einfach noch nicht zu entlocken ist, kaum Aussagekraft, oder? Freuen wir uns doch gemeinsam auf das digitalisierte Grundbuch, das uns hoffentlich bereits in wenigen Jahren zur Verfügung steht. Statistik Austria ist ja bekanntlich dran. mfG