immoflash

ELK-Test bestanden: auf nach Großbritannien

Fertighausfirma baut in Oxford

Autor: Gerhard Rodler aus London

Es mag wohl auch dem seit einigen Jahren stagnierenden Fertighausmarkt in Österreich, ganz sicher aber dem starken Expansionswillen der ELK-Besitzerfamilie Weichselbaum geschuldet sein, dass der größte österreichische Fertighausanbieter ELK ausgerechnet im gut 1500 Kilometer entfernten Großbritannien durchaus beachtliche Vertriebsanstrengungen unternimmt – und das nicht nur im hierzulande bekannte Segment „Einfamilienhäuser“, sondern auch im Geschoßwohnbau, wobei es in und um London dabei aufgrund der hier geltenden Baunormen mit dem klassischen ELK-Bausystem auch recht hoch hinausgeht, nämlich auf sechs Geschoße. Und noch ein Unterschied zu Österreich: Im Ausland bedient sich ELK sogenannter Lizenznehmer, die unter dem Markennamen ELK als eigenständige Vertriebspartner agieren, die Bauteile werden aber „Made in Austria“ geliefert und das zu offensichtlich konkurrenzfähigen Konditionen.

Jetzt wurde in der englischen Universitätsstadt Oxford eine von ELK errichtete Studentenwohnanlage eröffnet. Das gesamte Projekt umfasst zwei vierstöckige Gebäude und bietet Platz für 190 Bewohner. Die beiden Gebäude, bestehend aus vorgefertigten Wand- und Deckenelementen, wurden vollständig in Schrems konzipiert, geplant und schließlich produziert. Anschließend folgte die achtwöchige Montage in Oxford. Mit insgesamt 785 Stück Fertigwänden wurde hier eine Nettogrundfläche von insgesamt 6.000 Quadratmeter geschaffen. Überhaupt ist Engalnd außerhalb der DACH Märkte das wichtigste Exportland. Hier wurden in den letzten drei Jahren mehr als 300 Einheiten (zu je 130 Quadratmeter) geschaffen und für ELK eine Betriebsleistung von 7 Mio. Euro generiert. Für die kommenden 12 Monate sind bereits weitere 350 Einheiten in der Planungsphase. Zuletzt wurde ein Großprojekt an der Londoner Garden Road mit 6.300 Quadratmeter realisiert.

In Wimbledon wurde in 5 Tagen Montagezeit ein viergeschossiges Gebäude mit 7 Apartments realisiert. ELK ist in 14 Ländern in ganz Europa aktiv und weist eine Exportquote von rund 31 Prozent auf. Aktuell erschließt ELK die Türkei und Frankreich.Aber auch in Griechenland und Mazedonien ist ELK aktiv. Während es beispielsweise in Griechenland eher Luxus-Villen sind, die vom niederösterreichischen Schrems dorthin ausgeliefert werden, war es für Mazedonien eine ganze Universität.