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Energiewende in Städten

Stadtvierteln werden zu Kraftwerken

Autor: Gerhard Rodler

In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Bewältigung der Energie- und Klimawende vorrangig im Bereich der Strompolitik angesiedelt, während der für die Erreichung der Ziele unerlässliche Gebäudebereich weitgehend vernachlässigt oder gebäudebezogen betrachtet wird. „Noch zu wenig Beachtung wird der Umsetzung von integrierten Konzepten auf Ebene der Stadtentwicklung geschenkt. Hier lassen sich Synergieeffekte mit hohem energetischem Potenzial erzielen. So wie wir die Immobilie vor der Sanierung vom Fundament bis unters Dach energetisch analysieren, so müssen auch Quartiere und Stadtteile nach energetischen Einspar- und Umverteilungspotenzialen untersucht werden", fordert Andreas Mattner, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland und ZIA Präsident.

Es gilt die energetische Stadtsanierung zu stärken und zu verstetigen. Darüber hinaus ist eine bessere Verzahnung der europäischen und bundesweiten Förderprogramme erforderlich, um Doppelausgaben zu vermeiden. Beispielsweise dürfen Investitionen zur Bewältigung des demografischen Wandels und der energetischen Sanierung nicht gegeneinander aufgewogen, sondern müssen sinnvoll miteinander verbunden und gefördert werden.