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EPH will in Wien weiter wachsen

Das sagt der EPH-Vorstand im immoflash-Gespräch

Autor: Charles Steiner

Nachdem EPH European Property Holdings (EPH), zuvor Eastern Property Holdings, kürzlich den Bürokomplex Lassallestraße 1 erworben hatte (Immoflash berichtete), sieht Verwaltungsratsmitglied Tomasz Dukala noch weiteres Potenzial in Wien, wie er immoflash in einem Gespräch erklärte. Man sei auf der Suche nach Büroimmobilien und Hotels in der Größenordnung zwischen 50 und 350 Millionen Euro, bevorzugtes Segment ist der Bereich zwischen 100 und 200 Millionen Euro. „Wir suchen vornehmlich nach Immobilien mit einer (Vor)-Vermietungsquote von zwischen 60 und 80 Prozent und einem Minimal-WAULT von fünf bis sechs Jahren“, so Dukala. Die Lassallestraße 1 wurde in einer Off-Market-Transaktion erworben, wobei der Verkäufer für die Vermietung der Immobilie verantwortlich ist. Zuvor hatte die EPH unter anderem das QBC 4 von Partnern der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO gekauft, dies geschah im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Verfahrens.

Für Dukala ist Wien ein spannender Markt. „Wien ist ein gesunder und ausgewogener Mietermarkt, wo die Mieten nicht so hoch sind, wie in teilweise überhitzten Märkten wie Berlin oder München. Dafür ist der Investmentbereich viel kompetitiver. Die österreichischen Bundesländer seien aktuell kein Thema“, so Dukala, auch das Segment Wohnimmobilien wolle man nicht bedienen: „Wir investieren nur in Großstädte, die wir kennen.“

Dass sich die EPH jetzt auf Westeuropa konzentriert, begründet Dukala mit dem volatilen Rubel-Kurs, weswegen man mit europäischen Städten eine weitere Diversifizierung vorgenommen hat. Die Immobilien in Russland, die sich in Moskau befinden, wolle man aber behalten.

Zur Investorenstruktur gab Dukala mehrere institutionelle Fonds an, laut aktuellem Jahresbericht sind die Aktionäre auf zwei europäische Fonds aufgeteilt, die nach Angaben des Unternehmens internationalen Banken und anderen institutionellen Investoren aus verschiedenen Ländern gehören.